11 Ausflüge in Edinburghs Umgebung

Edinburgh ist eine Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Doch auch das Umland ist mehr als entdeckenswert. Lass dich von unseren Ideen für Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Edinburgh inspirieren. Lass die Seele baumeln, dir den Wind um die Nase blasen. Geniesse die Aussichten und tauche ein in die Geschichte. Hast du ein Auto zur Verfügung kannst du dich wunderbar treiben lassen und immer wieder anhalten. Viele der Sehenswürdigkeiten oder Ausflüge kannst du aber auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Edinburgh aus erkunden.

Wir haben dir hier 11 Sehenswürdigkeiten rund um Edinburgh zusammengestellt, wobei es eigentlich noch mehr sind, wenn du jede Sehenswürdigkeit einzeln zählst. Während ich diesen Beitrag schreibe, würde ich am liebsten sofort los ziehen, denn es gibt noch so viel mehr Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Edinburgh zu entdecken. Das nächste Mal möchte ich vor allem mehr zu Fuss erkunden.

Der Blick in die weite Landschaft. Felder und Wälder ziehen sich bis zu den Flanken der Hügel hoch. Allein diese Aussicht auf die Landschaft in Edinburghs Umgebung ist eine Sehenswürdigkeit.
Der Blick von Scotts View

Alternativ könntest du auch jede Nacht woanders weilen, denn dann sparst du dir die Fahrtzeit ein. Als Familie hatten wir uns jedoch eine Wohnung in Edinburgh gemietet und sind von da aus aufgebrochen, die Umgebung zu erkunden.

Sehenswürdigkeiten südlich von Edinburgh

Südlich von Edinburgh bewegst du dich bald im Grenzland zwischen Schottland und England. In diesem in der Vergangenheit oft umkämpften Bereich befinden sich auch die vier Border Abbeys und Floors Castle. Überschreitest du die durch ein Schild an der Strasse markierte Grenze, kannst du dann, schon im äussersten Norden Englands, noch Schloss Alnwick und seine Gärten besuchen. Allerdings bist du dann schon knapp 2 Stunden von Edinburgh entfernt.

Zieht es dich mehr an der Küste entlang wäre North Berwick einen Ausflug wert.

Spartipp: Viele Sehenswürdigkeiten in und in der näheren Umgebung von Edinburgh werden entweder von Historic Scotland oder dem National Trust for Scotland betrieben. Historic Scotland bietet für die von ihm unterhaltenen Gebäude einen Explorer Pass mit verschiedenen Gültigkeitsdauern an. Während du beim National Trust for Scotland eine Jahresmitgliedschaft erwerben kannst. Ob der Pass oder die Jahresmitgliedschaft sich für dich lohnen, hängt sowohl von der Dauer deines Aufenthaltes als auch deinen geplanten Ausflügen nicht nur in Edinburghs Umgebung ab.

Unterwegs auf einer Strasse im ländlichen Schottland in der Nähe von Edinburgh auf dem Weg zu einer Sehenswürdigkeit. Grüne Weiden und gelbe Getreidefelder. Allein das Betrachten erdet mich.
Der Blick in die Landschaft ist eine Wohltat für die Seele

Border Abbeys

Zu den vier Border Abbeys gehören Melrose Abbey, Jedburgh Abbey, Dryburgh Abbey und Kenso Abbey. Sie werden durch den Border Abbeys Walk miteinander verbunden. Der Border Abbey Walk kann in jeder der vier Städte Melrose, Jedburgh, Selkirk oder Hawick begonnen werden. Da es sich bei diesem Walk durch die schöne schottische Landschaft aber um einen Rundwanderweg von 103 km Länge handelt, wirst du wahrscheinlich auch nicht die Zeit haben, ihn zu bewandern. Dies bedeutet aber nicht, dass du die Klosterruinen nicht besuchen kannst.

David I. demonstrierte mit den Klöstern seinen Machtanspruch auf die Region. Insofern liegen die vier Klöster eigentlich relativ dicht beieinander.

Seitliche Aufnahme von Melrose Abbey, einer beeindruckenden Klosterruine mit vielen gothischen Elementen.
Melrose Abbey

Melrose Abbey 

Hast du schon einmal etwas von einem dudelsackspielenden Schwein gehört? Nein? Dann solltest du dich für einen Besuch von Melrose Abbey entscheiden. Ausserdem gilt die Klosterruine als die romantischste der vier. Das Kloster liegt im kleinen malerischen Ort Melrose. Das dudelsackspielende Schwein sieht du übrigens am besten, wenn du den Turm besteigst.

An der Dachkannte als Wasserspeier hängt ein Schwein, welches den Dudelsack mit den Vorderbeinen am Bauch zusammenpresst. Dies ist wohl eine einzigartige Sehenswürdigkeit in der Nähe von Edinburgh.
Das Schwein, welches Dudelsack spielt

Tipp: Lade dir für den Besuch von Melrose Abbey vorher die Karte herunter. Auf der Karte ist markiert, wo sich das Schwein befindet oder auch das Herz von Robert The Bruce begraben sein soll. Für Kinder gibt es ein Quiz, dass durch das ganze Klosterareal führt.

Adresse: Abbey Street, Melrose, Roxburghshire, TD6 9LG. Vis-a-vis der Abbey gibt es einen kleinen kostenpflichtigen Parkplatz.

Tickets musst du vorher online für einen Zeitslot kaufen.

Falls du Melrose Abbey nicht als Ausflug von Edinburgh besichtigen willst, sondern in der Gegend übernachten möchtest, helfen dir unsere Übernachtungstipps weiter. Melrose eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Landschaften des Flusses Tweed. Auch das Abbotsford House von Sir Walter Scott ist nicht weit entfernt. Das Burt’s Hotel mit Biergarten und Restaurant befindet sich genauso wie das Townhouse Hotel in unmittelbarer Nähe zur Melrose Abbey. Natürlich gibt es viele weitere Optionen, um in Melrose zu übernachten.

Dryburgh Abbey

Etwa 11 km südöstlich von Melrose liegen die Ruinen von Dryburgh Abbey malerisch an einer Tweedschleife. Sir Walter Scott hat sich die Dryburgh Abbey als seine letzte Ruhestätte auserwählt. Der einfache Granitsarkophag befindet sich im nördlichen Querschiff.

Adresse: Dryburgh, St Boswells, Roxburghshire, TD6 0RQ

Für Kinder gibt es auch für die Dryburgh Abbey ein Quiz.

Tickets musst du vorher online für einen Zeitslot kaufen.

Auch wenn die Dryburgh Abbey etwas ausserhalb am Ufer des Tweed liegt, gibt es in unmittelbarer Nähe und mit Sicht, wenn die Bäume es zulassen, das Dryburgh Abbey Hotel. Dieses ruhig gelegene viktorianische Hotel mit seinem Spa-Bereich bietet sich als Ausgangspunkt für die Besichtigung der Grenzregion zwischen Schottland und England an. Dryburgh Abbey befindet sich aber in der Umgebung von Edinburgh und kann gut in einem Ausflug mit weiteren Sehenswürdigkeiten in der Nähe besichtigt werden.

Jedburgh Abbey

Jedburgh liegt an den Ausläufern der Cheviot Hills. Von Dreyburgh Abbey ist es nur ungefähr 9 km entfernt. Die Jedburgh Abbey wurde im normannisch-gotischen Baustil errichtet. Im Klostergarten wachsen heute die gleichen Pflanzen wie zu Zeiten der Mönche.

Unternimmst du einen Ausflug von Edinburgh nach Jedburgh, könnte dich vielleicht noch das nicht so spektakuläre Jedburgh Castle mit dem Gefängnis Museum interessieren. Auch solltest du einen Blick auf die Canongate Bridge aus dem 12. Jh. werfen.

Adresse: 4/5 Abbey Bridgend, Jedburgh, Roxburghshire, TD8 6JQ

Tickets musst du vorher online für einen Zeitslot kaufen. Auch hier gibt es für Kinder ein Quiz.

Kelso Abbey und Floors Castle

Kelso liegt am Zusammenfluss der beiden Flüsse Tweed und Teviot und ist von den vier Border Abbeys die am weitesten von Edinburgh entfernte Sehenswürdigkeit. Durch ihre Ländereien war die Kelso Abbey früher wohlhabend und mächtig. Sogar drei Könige wurden hier gekrönt. Die Ruine lässt noch heute auf ihre einstige Bedeutung schliessen.

Adresse: Kelso, Scottish Borders TD5 7JD

Es wird kein Eintritt verlangt.

Sehenswert ist in Kelso das Floors Castle. Es ist bis heute Sitz der Dukes of Roxburghe. Es kann teilweise besichtigt werden. Aussen wartet ein ummauerter Garten darauf entdeckt zu werden. Der Besucher kann am Flussufer und durch den Wald spazieren. Für Kinder gibt es einen Abenteuerspielplatz. Das Schloss allein wäre schon einen Ausflug in Edinburghs Umgebung wert.

Da in und um Kelso zwei 18 Loch Golfplätze liegen und Kelso bekannt als Ort zum Lachsfischen ist, gibt es in diesem Ort Unterkünfte für jeden Geldbeutel und Anspruch.

Alnwick Castle und Alnwick Gardens

Wahrscheinlich könnte man sich darüber streiten, ob ein Schloss mit berühmten Gärten, welches knapp zwei Stunden Autofahrt von Edinburgh entfernt liegt, noch eine Sehenswürdigkeit in der Umgebung von Edinburgh ist oder nicht. Alnwick Castle befindet sich nicht nur nicht in der Nähe von Edinburgh, es liegt noch nicht einmal mehr in Schottland.

Wir jedoch haben uns bei einem unserer Ausflüge in der Umgebung von Edinburgh bis nach Alnwick auf englisches Territorium vorgewagt. Grund war nicht etwa, dass wir die Filmkulisse von Robin Hood, Downtown Abbey oder Hogwarts sehen wollten, sondern es war der weltweit als einzigartig beschriebene Poison Garden. Eigentlich hätten wir mehr Zeit haben müssen, um einen ganzen Tag in Alnwick zu verbringen.

Im Poison Garden stehen viele Pflanzen, sogar unsere Küchenkräuter wie Rosmarin. Gift ist eine Frage der Dosis. An der Steinmauer sind die Geschichten berühmter Giftmörder auf Tafeln veröffentlicht.
Der Poison Garden kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Erst durch die vielen Anekdoten wird der Garten interessant.

Bei einem nächsten Besuch werden wir definitiv eine Übernachtung einplanen, um mehr Zeit zu haben. Diese Sehenswürdigkeit ist halt nicht ganz in der Nähe von Edinburgh und wir haben uns vor Alnwick viel Zeit gelassen.

Das Schloss kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Es ist nach Windsor Castle das zweitgrösste Schloss in England. Im Sommer gibt es für die Fans des Zauberlehrlings Harry Potter Besenflugstunden oder Kostümtreffen. Alle Informationen zu Öffnungszeiten und Events kannst du der Webseite entnehmen.

Tipps für den Besuch von Alnwick

In Zeiten der Pandemie hat sich einiges verändert:

Achtung: Tickets kannst du nur noch online erwerben. Auch musst du jetzt für Schloss und Gärten getrennte Tickets kaufen. Die Gärten haben eine eigene Webseite mit Veranstaltungskalender. In den Cafés und Souvenirshops kann nur noch mit Karte bezahlt werden.

Falls du noch überlegst, ob sich der Aufwand lohnt, so mach dir ein Bild von den verschiedenen Arealen der Alnwick Gardens in unserem Reisebericht.

Solltest du noch einen weiteren Grund brauchen, um Alnwick doch im Rahmen eines Ausflug in Edinburghs Umgebung zu besuchen, wie wäre es damit: Vor den Alnwick Gärten steht das grösste Baumhaus Europas wahrscheinlich sogar das grösste der Welt.

Das Baumhaus erinnert in diesem Bildausschnitt an ein Hexenhaus, welches sich in den Ästen der grossen Buchen versteckt. Durch die Holzschindeln, kleinen Balkone und die verschiedenen Etagen nach oben, regt es die Fantasie an.
Das Baumhaus spricht das innere Kind an. Allein dafür hat sich der Weg in die gar nicht so nahe Umgebung Edinburghs gelohnt.

Hinweis: Es gibt zwei grosse Parkplätze für Besucher. Wer nur das Schloss besichtigen möchte, füttert das Navigationsgerät mit dem Kürzel: NE66 1NG. Wer dagegen die Gärten besuchen möchte, gibt die Position: NE66 1YU ein. Kommt rechtzeitig, damit ihr euren Zeitslot nicht verpasst.

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North Berwick

North Berwick ist perfekt für einen Ausflug in der Nähe Edinburghs. Das Problem wird sein, dass du nicht so schnell wieder weggehen möchtest. So hat doch dieses Küstenstädtchen am Südufer des Firth of Forth, etwa 32 km von Edinburgh entfernt, einiges zu bieten. Wegen seiner beiden schönen Sandbuchten wurde North Berwick im 19. Jahrhundert Ferienort und zieht bis heute zahlreiche Touristen an, die allen möglichen Wassersportarten nachgehen.

Ein Highlight im Ort ist das Seabird Center. Interaktive Live-Kameras ermöglichen es, direkt in die natürlichen Lebensräume der Vögel zu zoomen und diese auf den Felsen vor der Küsten zu beobachten. Im 3D Wildlife Theater laufen 3D Filme. Allerdings sind viele Aktivitäten im Discovery Center im Inneren.

Draussen finden dagegen Bootsausflüge statt. Es gibt die Seabird Catamaran Cruise, die innerhalb von einer Stunde um den Craigleith Felsen und den Bass Rock führt. In unserem Reisebericht könnt ihr nachlesen, was wir auf dieser Tour erlebt haben. Weiterhin werden Touren mit dem Speedboat angeboten. Interessant ist sicher auch die Fährverbindung zwischen North Berwick und Anstruther. So kann man einmal die ganze Küste von der Wasserseite aus sehen.

Ein Felsen, der von Tausenden Basstölpeln bewohnt wird. In der Mitte steht ein Leuchtturm. Der Bass Rock kann einfach bei einem Ausflug in Edinburghs Umgebung auf einer Bootstour umrundet werden.
Die Menge der Vögel lässt einen unweigerlich an Hitchcocks Vögel denken.

Bei einem nächsten Aufenthalt schwanken wir noch zwischen dieser Tour und einer speziellen Fototour entlang der Küste. Alle Informationen zu den einzelnen Touren findet ihr auf der Website des Seabird Centers.

Hinweis: Das Seabird Center empfiehlt, Tickets für Bootstouren rechtzeitig über die Website zu bestellen. Bestellte Karten müssen am Hafen in North Berwick abgeholt werden. Leider gibt es dort keine Parkplätze. Im Ort der Einbahnstrassen ist es schwierig, eine Parklücke zu finden. Kurzzeitparkplätze gibt es entlang der Geschäftsstrasse aber einige.

Weitere Dinge, die du in North Berwick unternehmen kannst

Wanderst du gern? Dann solltest du in North Berwick auf alle Fälle den North Berwick Law besteigen. Dies ist ein 187 m hoher Vulkanhügel, von dem man eine fantastische Sicht bis Edinburgh geniessen kann, so das Wetter mitspielt. Im Gipfelbereich befinden sich Reste alter Aussenposten und ein gigantischer Walkieferknochen. Heute steht da nur noch ein Nachbau, da das Original irgendwann zusammengebrochen ist.

Eine Kapelle mit Dudelsack und Trommeln spielt vor der Skulptur einer Möwe vor dem Seabird Center. Im Hintergrund erhebt sich der North Berwick Law.
Der North Berwick Law lädt zu einer Wanderung bei einem Ausflug in die nähere Umgebung von Edinburgh ein.

Von North Berwick kannst du auch nach Dunbar oder Prestonpans laufen. North Berwick liegt nämlich auf dem John Muir Way, einem Weitwanderweg. Die verlinkten Orte sind die beiden Etappen, auf denen North Berwick als Ziel oder Startpunkt liegt.

Weiterhin ist das National Museum of Flight in East Fortune ein Besuchsmagnet und nicht weit von North Berwick entfernt. Dort steht alles, was das Herz eines an Aviatik Fans höher schlagen lässt. Sowohl die zivile als auch die militärische Fliegerei nehmen breiten Raum ein. Das Highlight dürfte die ausgestellte Concorde sein, die betreten werden darf. Weitere Informationen findet ihr direkt auf der Webseite.

In und um North Berwick gibt es zahlreiche weitere Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Destillerien.

Sehenswürdigkeiten nördlich von Edinburgh

Auch nördlich von Edinburgh gibt es in der Nähe viele interessante Orte und Sehenswürdigkeiten, die darauf warten entdeckt zu werden. Viele der Sehenswürdigkeiten können auf einem Ausflug von Edinburgh miteinander kombiniert werden.

Falkirk, Falkirk Wheel und The Kelpies

Das Falkirk Wheel ist nicht nur ein einzigartiger Bootslift, sondern drumherum hat sich eine Art Freizeitpark entwickelt. So kann man Bootstouren buchen, Kanu fahren, wandern, Fahrräder leihen oder an geführten Segway-Safaris teilnehmen. Im Laufe des Jahres werden spezielle Events angeboten, über die die Website informiert. Für Kinder gibt es jede Menge Wasserspass.

Das Falkirk Wheel in Aktion. Der Kanal oben ist mit einem Schott verschlossen, während die beiden Wannen sich gerade in der Luft befinden. Eine leere Wanne dreht sich langsam nach oben, während die Wanne mit dem Schiff nach unten fährt.
Diese Sehenswürdigkeit in der näheren Umgebung Edinburghs besuchen wir sicher noch einmal mit mehr Zeit. Das Falkirk Wheel ist faszinierend.

The Kelpies sind riesige Pferdekopfskulpturen, die nicht weit entfernt im Helix Park stehen. Den Besuch beider Attraktionen kannst du auf deinem Ausflug in die nähere Umgebung von Edinburgh miteinander verbinden, in dem du den Wheel2Kelpies Selfie Trail läufst. Er beginnt am Falkirk Wheel mit lustigen Figuren, Rahmen und anderen Elementen, die dazu einladen, dich zu fotografieren und endet bei den Kelpies. Diese können im Rahmen einer Tour sogar innen besichtigt werden.

Hinweis für alle Whisky Liebhaber - der Weg führt auch an der Rosebank Destillerie vorbei, welche nach der Schliessung wiedereröffnet wird. Auch wenn schon Whisky verkauft wird, gibt es noch kein Visitor Center.

Hast du schon einmal vom Antonine Wall, der nördlichsten Grenze des Römischen Reiches gehört. Erbaut wurde der Wall auf Befehl des Kaisers Antoninus Pius in den Jahren nach 140 n. Chr.. Auf der Map findest du alle Sehenswürdigkeiten, die du heute noch entlang des Walls besichtigt kannst. Seit 2008 gehört der Antonine Wall neben dem Hadrians Wall und dem deutschen Limes zum Weltkulturerbe als Grenzen des Römischen Reiches.

Diese Grenze verlief auch bei Falkirk, wo früher eine römische Festung stand. Ein langer Abschnitt des noch gut sichtbaren Antonine Wall Grabens befindet sich im Park nördlich von Callendar House in Falkirk. Das Callendar House ist ein möbliertes Herrenhaus, welches heute ein Museum beherbert. Dieses erzählt u.a. die Geschichte des Falkirk Bezirkes. Im Park gibt es temporäre Kunstausstellungen.

Wie wäre es auf dem Rückweg von den Kelpies zum Auto, noch einen Afternoon Tea im Callendar House zu nehmen?

Culross

Culross ist ein weiterer Ausflug in Edinburghs Umgebung, den ich dir ans Herz lege. Ungefähr 40 km von Edinburgh entfernt, gehst du zurück in der Zeit. Bevor du aber Culross erreichst, führt dein Weg dich über South Queensferry Crossing Bridge, die moderne Brücke über den Firth of Forth. Bei schönem Licht solltest du nicht einfach nur über die Brücke fahren, sondern mal am Südufer am Fusse der Brücke durch den kleinen Park wandern und die Stimmung aufnehmen.

Die alte Forth Road Bridge und neue Queensferry Crossing Bridge im letzten Licht des Tages. Wie Segel erheben sich die Seile der neuen Brücke in den Himmel, während die Seile der alten Brücke von einem Turm durchhängen, bevor sie den nächsten Turm ersteigen.
Ein Ausflug zum Südufer der Brücken solltest du unbedingt von Edinburgh aus unternehmen. Du siehst dann auch noch die Eisenbahnbrücke.

Bald danach fallen deine Blicke auf eine Industrielandschaft. Culross blickt über den Firth of Forth zu den petrochemischen Werken in Grangemouth und liegt zwischen dem riesigen Kraftwerk Longannet im Westen und der verfallenen Zeche Low Valleyfield. Umso erstaunter bist du dann bei der Ankunft, denn du landest in einem Ort, der nicht nur eine Filmkulisse sein könnte, sondern bei der Verfilmung von Outlander Drehort für Cranesmuir war. Dass der Ort so liebevoll restauriert ist, ist dem National Trust zu verdanken.

Kleine zweigeschossige Reihenhäuser aus Steinen erbaut mit weissen Fenstersimsen und königsblauen Eingangstüren. Dachrinnen führen direkt zu einem Abfluss in den Boden. Vor den Eingängen blühen Blumen.
Bei einem Ausflug nach Culross in der Nähe von Edinburgh kannst du dich von der Liebe zum Detail bei der Restaurierung des Ortes und bei der Bepflanzung überzeugen.

Die Schattenseite ist, dass Bustouren gern in diesem Ort anhalten. Deshalb solltest du in der Hauptreisezeit den Ort lieber in den Randzeiten besuchen.

Bringst du Zeit mit, kannst du dir Culross Palace und seine Gartenanlage ansehen. Auch wenn es Palace heisst, ist es eigentlich gar kein Schloss. Das prunkvolle Anwesen liess der Kaufmann und Unternehmer Sir George Bruce zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichten. Kohleabbau, Salzsiederei und ein florierender Hafen führten eine Zeit lang zu Wohlstand.

Culross Palace erinnert in seiner Bauweise ein wenig an ein Speicherhaus. Die Fassade ist verputzt. Die ockergelbe Farbe passt so gar nicht in die Landschaft.
Culross Palace unterscheidet sich dramatisch von den anderen Häusern im Ort.

Willst du nur einen Blick in den Garten werfen, solltest du neben dem Schlosscafé den schmalen Weg nach oben steigen. Von dort hast du einen schönen Blick über die Mauer auf die «hanging gardens». Dem Weg kannst du weiter bis zur Abbey nach oben folgen. Auf dem Rückweg kannst du dann gerade von der Abbey nach unten laufen. Hältst du dich unten rechts, kommst du zum Townhouse. Dort gibt es Tickets für die Führungen durch den Ort.

Falkland und Falkland Palace

Ein weiterer historischer Ort, den du bei einem Ausflug in Edinburghs Umgebung besichtigen solltest, ist Falkland mit seinem Palast. Es war übrigens der erste unter Schutz gestellte Ort in Schottland. Die 300 Jahre alten Häuser waren ebenfalls Kulisse für den Film Outlander. Schau dir die Strassenführung an, sie ist wirklich speziell.

Falkland Palace vom Garten aus gesehen. Der mittlere Teil des Palastes ist vollständig restauriert. Dagegen ist der Flügel auf der linken Seite zu einem grossen Teil nur noch Fassade. In diesem windgeschützten Teil des Gartens kann man sich wunderbar auf die Mauer setzen. Den Duft der Lavendel einatmen und entspannen.
Vom Garten aus gesehen, wirkt Falkland Palace am beeindruckendsten.

Falkland Palace war ursprünglich ein Jagdschloss für die schottischen Könige. Auch Maria Stuart verbrachte gern ihre Tage hier und frönte neben der Jagd dem Tennisspiel. Deshalb kannst du bei einer Schlossbesichtigung hier den ältesten Tenniscourt Englands bewundern.

Weiterhin ist das Schloss berühmt für seine Wandteppiche und seine im Schloss liegende Kapelle, in der jeden Sonntag noch die Messe gelesen wird. Nach einem Rundgang im Schloss und der Besichtigung der Königlichen Schlafgemächer solltest du unbedingt noch den schönen Garten geniessen.

Die Öffnungszeiten, Preise und weitere Informationen findest du auf der Webseite von Falkland Palace, der vom National Trust for Scotland erhalten wird. Weitere Bilder findest du in unserem Reisebericht.

Scotland's Secret Bunker

Eine Sehenswürdigkeit der ganz anderen Art in Edinburghs Umgebung ist ein Relikt aus Zeiten des kalten Krieges. Mitten im Nirgendwo, umgeben von Wald und Feldern befindet sich ein Bunker, der drei Etagen tief in die Erde reicht. Hier hätte die Regierung Schottlands einen Atomkrieg überdauert und die Gegenschläge eingeleitet.

In vielerlei Hinsicht ist dieser Bunker nichts für schwache Nerven. Die BBC Dokumentation über Nagasaki und die Karte, worauf überall Atomsprengköpfe gerichtet waren und welche unmittelbaren Kollateralschäden man bereit war in Kauf zu nehmen, wirken in dieser Umgebung doppelt schrecklich.

Allerdings kommen Fans von alter Technik und von Militärfahrzeugen sehr auf ihre Kosten. In unserem Reisebericht berichten wir ausführlich über diese Erfahrung.

Ein schmaler Raum mit Belüftungskanälen an der Decke zeigt zwei Arbeitsplätze an den alten Radargeräte, wobei zu einer Radargruppe früher sechs Arbeitsplätze gehörten. Die Radargeräte stehen alle im Raum.
Dieser Radarraum ist nur ein Raum unter vielen. Beeindruckend ist auch der Strategieraum.

Alle Informationen, die du für die Planung deines Besuchs brauchst, findest du auf der Webseite von Scotland's Secret Bunker.

Scone Palace

Eine Stunde Autofahrt von Edinburgh entfernt, befindet sich ein geschichtsträchtiger Ort. Hier war das einstige Machtzentrum der sagenumwobenen Pikten. Später wurde hier Kenneth MacAlpin zum ersten König Schottlands gekrönt. Die Rede ist vom Stone of Scone, auch bekannt als Stone of Destiny. Scone war der einstige Mittelpunkt des schottischen Königreichs. Viele weitere Könige darunter Robert the Bruce sollen hier sitzend auf dem Stone of Destiny gekrönt worden sein. Auf dem Hügel neben dem Palast soll die Zeremonie stattgefunden haben. Heute stehen da eine Kapelle und eine Replik des Steins. Das Original des Steins ist seit 1996 im Edinburgh Castle zu bewundern. König Edward verschleppte 1296 den Stein und baute ihn unter seinem Thronsitz ein.

Scones Palace mit Zinnen und Türmen urig von Efeu umrankt vom Eingang auf das Gelände aus gesehen. Diese geschichtsträchtige Sehenswürdigkeit in der Nähe von Edinburgh solltest du besuchen.
Der Charme von Scones Palace und dem Park zeigt sich erst auf den zweiten Blick

Wir empfehlen euch einen Ausflug zum Scone Palace. Das einst prunkvolle Schloss mutet zwar heute eher wie ein Landhaus an, aber dennoch gibt es viel zu sehen. Zu besichtigen sind neben Gemälden und Wandteppichen auch eine beeindruckende Porzellansammlung. Ebenso ist das Schloss mit Antiquitäten möbliert. Die berühmteste Antiquität ist der Schreibtisch von Marie Antoinette. Ein Teil des Schlosses wird auch heute noch von den Earls of Mansfield genutzt.

Zum Schlossbesuch gehört auch ein Bummel durch den Park. Im Park findest du noch Reste des einstigen Ortes Scone. Denn dieser wurde bei einem der Umbauten einfach umverlegt. So kannst du noch das alte Stadttor, das Marktkreuz und den Friedhof finden.

Ein besonderes Highlight im Park ist ein Labyrinth in Form eines Sterns. Du solltest nicht die Geschichte verpassen, wie es beinah dazu gekommen wäre, dass wir im Labyrinth übernachtet hätten.

Alle Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen und Events findest du auf der Webseite des Scone Palace.

Der Fife Coastal Path

Als letzte Empfehlung für Ausflüge in Edinburghs Umgebung wollen wir dir den Fife Coastal Path ans Herz legen. Wunderschöne Küstenabschnitte und malerische Orte reihen sich aneinander. Hast du ein Auto zur Verfügung kannst du einfach auch einzelne Orte oder Gegenden anfahren und dort ein wenig laufen.

Sehr schön ist der Küstenabschnitt im Bereich des Kilminning Coastal Wildlife Reserve, wo man im Sommer sogar mit etwas Glück Delfine beobachten kann. Auch der Küstenabschnitt beim Elie Ness Leuchtturm mit den wunderbaren Stränden und dem Leuchtturm ist sehr schön. Bei einem nächsten Aufenthalt werden wir garantiert mehr Zeit in dieser Gegend verbringen.

Die Samenstände der wilden Möhre ragen dominant ins Bild. Dahinter brandet das Meer mit vielen Wellen ans Ufer. Der blau Horizont verschmilzt mit dem Meer.
Kilminning Coastal Wildlife Reserve,
Es ist Ebbe. Der Blick schweift vom Strand mit Sand und Felsen unterbrochen von Wasserlachen über die grünen Dünen zum Leuchtturm. Diese wunderbare Gegend um Elie ist mehr als einen Ausflug wert.
Hier zu wandern ist ein Traum

Die kleinen pittoresken Städtchen wie beispielsweise Anstruther oder Crail lassen die Herzen jedes Besuchers höher schlagen.

Zahlreiche Segelschiffe geben die Blick auf die Häuser rund um das Hafenbecken von Anstruther frei. Der Ort Anstruther ist definitiv eine Sehenswürdigkeit in der Nähe von Edinburgh und einen Ausflug wert.
Blick vom Hafen Anstruther
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