Zahlungsmittel in der Schweiz

Auch wenn die Schweiz enge Beziehungen zur EU unterhält, ist sie doch kein Mitglied der EU und hat somit eine eigene Währung. Zahlungsmittel in der Schweiz ist der Schweizer Franken. Dieser gilt als starke Währung, wozu eine verlässliche Wirtschaftspolitik, eine tiefe Staatsverschuldung und das Vertrauen in die direkte Demokratie beitragen.

Den Schweizer Franken (umgangssprachlich auch Stutz genannt) gibt es als Banknoten zum Wert von 10, 20, 50, 100, 200 und 1.000 Franken. Die Banknoten unterscheiden sich deutlich farblich voneinander. In den letzten Jahren wurde sukzessive eine neue, im Format etwas kleinere Banknotenserie eingeführt. Die vorhergehende Banknotenserie wird aber noch als Zahlungsmittel in den Geschäften der Schweiz akzeptiert. Du solltest aber nicht zu lange warten, deine alten Banknoten auszugeben, denn irgendwann kannst du die alten Noten nur noch bei der Nationalbank tauschen.

So schön bunt sind die Geldscheine in der Schweiz - Zahlungsmittel Schweiz
So schön bunt sind die Geldscheine in der Schweiz

Ein Franken ist in 100 Rappen unterteilt. Im Umlauf befinden sich Münzen zu 5, 10 und 20 Rappen, ½ Franken, 1 Franken, 2 Franken und 5 Franken. Die 10 Rappen Münze und der «Halbfränkler» ( ½ Franken Münze) haben fast die gleiche Grösse. Deshalb muss man bei diesen beiden Münzen auf den Zahlenwert achten. Das 5 Franken Stück wird umgangssprachlich in der deutschsprachigen Schweiz auch als Fünfliber bezeichnet.

Die 2 Franken Münze braucht man für die Einkaufswagen im Supermarkt. Viele Wagen können aber auch mit einer 1 Franken Münze benutzt werden. - Zahlungsmittel Schweiz
Die 2 Franken Münze braucht man für die Einkaufswagen im Supermarkt. Viele Wagen können aber auch mit einer 1 Franken Münze benutzt werden.

Den Fünfliber gab es schon bevor 1850 der Schweizer Franken eingeführt wurde. Die französischen 5-Franc Stücke wurden im Westen der Schweiz sehr häufig verwendet. Sie entsprachen rund 35 Batzen oder 5 Pfund, woher der Name kommt.

Braucht man bei einer Reise in die Schweiz noch Bargeld?

In der Schweiz wird noch oft bar gezahlt. Die Pandemie hat aber zu einem starken Umdenken geführt. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Geschäfte eine Zusatzgebühr für das Bezahlen mit Kreditkarte erheben durften. Viele kleine Geschäfte sind darüber hinaus froh, wenn die Kunden bar bezahlen, denn es spart ihnen Kosten. Es kann dir also durchaus passieren, dass der Metzger fragt, ob du die Wurst nicht bar bezahlen könntest. In kleinen Geschäften gibt es manchmal eine Wertgrenze, ab der man erst mit Karte bezahlen darf. Bargeld ist nach wie vor ein beliebtes Zahlungsmittel und eine sinnvolle Ergänzung zu Kreditkarten.

Prinzipiell kann man an vielen Orten in der Schweiz auch in Euro bezahlen. Empfehlenswert ist es jedoch nicht. Der zugrundeliegende Umrechnungskurs ist häufig sehr unattraktiv.

Bezahlen mit Twint – was ist das?

An vielen Automaten der Schweiz wirst du feststellen, dass man seine Gebühr oder den Fahrpreis per Twint bezahlen kann. Seit Beginn der Pandemie setzt sich dieses Zahlungssystem immer mehr durch. Als kostengünstige Alternative zur Kreditkarte wurde es einst entwickelt und erfreut sich zunehmend bei jüngeren Leuten grosser Beliebtheit. Twint ist eine Bezahl-Applikation für das Smartphone und ermöglicht sicheres, bargeldloses Zahlen per QR-Code. Mit Twint kannst du ausserdem in Echtzeit Geld von Smartphone zu Smartphone überweisen. Gibst du jedoch den falschen Empfänger an, bist du auf dessen Wohlwollen angewiesen, dass er das Geld zurücktransferiert.

Allerdings funktioniert das Bezahlen derzeit nur innerhalb des Schweizer Kundenkreises. Schweizer Banken bieten ihren Kunden eigene Twint-Apps an, die meist direkt mit dem Bankkonto verbunden sind und im Gegensatz zur Kreditkarte keine Gebühren für den Privatkunden bedeuten. Für die Geschäfte ist Twint ähnlich teuer, wie die Kreditkarten.

Für Reisende ohne Bankkonto in der Schweiz ist dieses Zahlungsmittel noch keine Option. Man arbeitet aber bereits an internationalen Lösungen.

Weitere Zahlungsmittel in der Schweiz

Neben Bargeld werden die üblichen Ec- und Kreditkarten (Visa und Master sind weit verbreitet) in der Schweiz akzeptiert. Vergiss nicht, dich vor dem Urlaub zu informieren, welche Gebühren dir deine Bank verrechnet. Andernfalls kann man nach Rückkehr aus dem Urlaub böse Überraschungen erleben.

Suchst du noch Ausflugsziele in der Schweiz, dann schau doch mal bei den nach Regionen sortierten Schweizer Ausflugsideen von uns vorbei.

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn Du ihn teilst.

Wir freuen uns über Kommentare, Anregungen und Diskussionen zu unseren Beiträgen