Ein Wohnmobil auf die Waage stellen

Wir wissen, dass das im Fahrzeugbrief angegebene Leergewicht unseres Wohnmobils nicht stimmt, weil der Vorbesitzer vom amtlichen Wiegen überrascht wurde. Allerdings wusste er nicht mehr, was er alles schon geladen hatte. Dies ist aber nicht unerheblich zu wissen, wenn man herausfinden will, welchen Spielraum man bei der Zuladung noch hat. Ich sage nur, volle Wassertanks, Transportkiste mit Inhalt, event. ein Reserverrad am Fahrradträger oder Fahrräder, das Gewicht summiert sich schnell. Für uns also ein Grund, das Auto einmal zu wiegen. Nur im Gegensatz zur Polizei, die mobile Waagen hat, so dass sie das Gewicht überall prüfen kann, müssen wir einen Ort zum Wiegen finden.

Wo man ein Wohnmobil wiegen kann

Unsere erste Idee war, bei der grossen TCS Station im Ort nachzufragen. Diese haben jedoch leider keine Waage. Von ihnen bekommen wir den Tipp, dass man bei Entsorgung und Recycling Zürich sogar am Samstag sein Wohnmobil wiegen könnte. Ein Anruf dort bestätigt dies.

Jörg fährt also gespannt am Samstag mit unserem Wohnmobil zum Wiegen nach Zürich. Der Tank ist voll, die Wassertanks sind leer. Geschirr und Gasflasche reisen auch mit.

Glück gehabt, denn es stellt sich heraus, dass das im Fahrzeugbrief eingetragene Leergewicht einem vollen Tank zuzüglich vollem Wassertank und Fahrer entspricht. Das heisst wir haben für alles Übrige noch 440 kg Zuladung bevor es kritisch wird.

Später finden wir heraus, dass es auf womoblog.ch eine alphabetisch sortierte Liste mit Orten, wo man sein Wohnmobil wiegen kann, gibt. Das Wiegen sollte auch bei den Prüfstationen der Strassenverkehrsämter möglich sein. Am besten vorher anrufen.

Die Achslastverteilung kennen wir damit zwar nicht, aber da sind wir mal guter Dinge, dass Domo, die unser Wohnmobil so durchdacht ausgebaut haben, die Vorgaben der Gewichtsverteilung auf Vorder- und Hinterachse berücksichtigt haben.

Gewogen und zu schwer befunden

Bei Überladung eures Fahrzeugs müsst ihr mit Bussen rechnen. Die Bussen werden auch noch kumuliert. Wessen Wohnmobil Übergewicht hat, hält wahrscheinlich auch die zulässige Achslast nicht ein. Die Toleranzgrenze für Messungenauigkeiten liegt bei 3 Prozent.

Überschreitet euer Wohnmobil bis 3,5 t das zulässige Gesamtgewicht um bis zu 100 kg nach Abzug der Messungenauigkeitstoleranz, werden 100 Sfr Busse fällig. Liegt die Überschreitung des Gewichts bei über 100 kg aber unter 175 kg (unter 5 %) dann liegt die Busse schon bei 200 Sfr. Für das Überschreiten der zugelassenen Achslast kommt dann eine weitere Busse abhängig von der Höhe der Überschreitung hinzu.

Auch in den europäischen Nachbarländern kann das Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichtes teuer werden. Eine Übersicht findet ihr bei reisemobil-international.de.

Da das zulässige Gesamtgewicht und die zugelassenen Achslasten ja auch etwas mit der Verkehrssicherheit für euch und andere zu tun haben, ist es besser, das Wohnmobil einmal zu viel als zu wenig zu wiegen.

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