Technische Voraussetzungen für das Abenteuer Website

Nachdem wir uns im Herbst 2018 entschieden hatten, die Website mit WordPress zu gestalten, fing die eigentliche Arbeit an. In einem ersten Schritt sammle ich (Jörg) Informationen zum Einstieg in WordPress. Nach kurzer Diskussion sind wir uns einig: Wir suchen uns nicht sofort einen Provider sondern absolvieren unsere ersten Gehversuche offline. Das heisst, wir starten unsere Website Entwicklung offline und schaffen die Voraussetzungen auf dem heimischen PC. Wie und womit, beschreibe ich im Folgenden.

Technische Voraussetzungen für die offline Entwicklung einer Website

Die Website offline Entwicklung zieht einen ganzen Rattenschwanz an Voraussetzungen nach sich. Deshalb prüfe ich als allererstes, ob es überhaupt möglich ist, eine fertige Website später zu einem Provider umzuziehen. In der Theorie sollte das gehen. Da ihr heute diesen Beitrag lest, hat der Umzug wohl auch funktioniert. Über die Erfahrungen damit berichten wir im Beitrag «Hallo Welt».

Als nächstes beschäftige ich mich damit, was es braucht, um WordPress lokal zum Laufen zu bringen. Informationen finde ich in den Hinweisen zur Installation. Allerdings müssen zuerst die Anforderungen für die Installation von WordPress erfüllt sein. Dies ist unabhängig davon, ob ich es lokal für die Entwicklung oder beim Webhoster für die Veröffentlichung installieren will.

Die benötigten Komponenten

Als Webserver empfiehlt WordPress das open source Produkt Apache. Dieser publiziert die Website, so dass man sie in einem Browser ansehen kann. Dies gilt auch lokal auf dem eigenen Rechner oder im Heimnetz einschliesslich des heimischen WLAN, wenn eines eingerichtet ist.

Als Datenbank empfiehlt WordPress MariaDB (open source) oder MySQL (kostenlos von Oracle). In dieser Datenbank speichert WordPress die Inhalte und Strukturinformationen der erstellten Website, bis hin zu – über die Website eingegebenen – Kommentaren. Dafür braucht man keine gigantischen Datenbanken wie Oracle. Jede der beiden genannten Datenbanken ist vollkommen ausreichend für eine Blog-Website. MariaDB ist als ein Seitenzweig aus MySQL hervorgegangen. Es gibt Websites, die die Unterschiede zwischen MariaDB und MySQL beschreiben. MariaDB ist open source und wird als leistungsfähiger beschrieben.

Als Skriptsprache fordert WordPress PHP, da WordPress selbst mit PHP Skripts arbeitet. Auch alle Themes und Plugins bauen im Wesentlichen auf PHP Skript-Dateien auf. Bei WordPress selbst, ebenso wie bei Plugins und Themes kommen noch Javascript Code-Dateien und Cascading Style Sheets (CSS) – Dateien dazu. CSS benutzt man, um dem auf der Website dargestellten Inhalt sein Design zu geben.

Damit haben wir alle 3 Voraussetzungen beisammen, die für eine Website offline Entwicklung, abgesehen vom Content Management System – CMS – nötig sind. Als CMS haben wir WordPress gewählt.

Wie installiere ich am besten?

Bei meinen Recherchen finde ich heraus, dass es von Apachefriends eine einfach zu installierende Distribution gibt, die alle oben genannten Komponenten enthält. Dieses Paket heisst XAMPP, das X am Anfang steht für cross-platform. Das heisst, dass es das Paket für Windows, Mac OS und Linux gibt. Neben den genannten drei Elementen enthält es noch weitere nützliche Tools. So z.B. FileZilla zum Übertragen von Dateien an einen Anderen, z.B. den Webhoster unserer Website. Doch die werden erst später für uns relevant. Ich werde sie dann, wenn ich sie benutzt habe, in einem eigenen Beitrag behandeln.

Dazu, wie man XAMPP und dann WordPress installiert, gibt es diverse Tutorial Videos auf Youtube. Dies sind z.B. «XAMPP installieren & einrichten – WordPress installation auf XAMPP» , «WordPress lokal installieren mithilfe von Xampp», oder «WordPress lokal installieren Windows & XAMPP Tutorial». Die ersten 2 sind 5 bzw. 3.5 Jahre alt, aber heute noch in den Abläufen genauso gültig wie bei ihrer Veröffentlichung. lediglich die XAMPP und WordPress Versionsnummern sind inzwischen deutlich höher. Der letzte der 3 Links zeigt ein Tutorial von August 2020.

XAMPP selbst ist recht einfach zu installieren. Es kann aber sein, dass ihr nach der darauffolgenden Installation von WordPress noch eine Kleinigkeit lösen müsst. Dies hängt aber von den lokalen Gegebenheiten auf eurem PC ab.

Die Installation von WordPress scheint eher schwierig und langwierig, wenn man die WordPress Website dazu liest. Daher empfehle ich nach der XAMPP Installation das WordPress-Installationspaket von Bitnami, auch wenn man sich dort mit Facebook-, Google- oder Microsoft Account registrieren muss. Insgesamt wird die Installation aber einfach. Die wenigen benötigten Angaben, wie unter anderem Username und Passwort für WordPress, werden über klare Masken abgefragt.

Ich habe dann zu diesem Zeitpunkt WordPress Version 4.9.8 via Bitnami Modul unter XAMPP installiert. In der Zwischenzeit habe ich auch das Bitnami Modul für WordPress 5.6 problemlos verwenden können.

Erfahrungen im Offline-Modus

XAMPP startete ohne Probleme, was im XAMPP-Control HMI zu sehen ist. Nach der Installation des Bitnami-Wordpress package stoppte bei mir der Apache Webserver mit einer Fehlermeldung (AH01909: www.example.com:443:0 server certificate does NOT include an ID which matches the server name), deren Ursache für mich nicht erkennbar war. Ich habe bei meiner Suche im Web wenig Hilfreiches zu dem Problem gefunden. Am Ende war es wohl eher meine Ungeduld, durch die ich einfache Ansätze wie «reboot tut immer gut» nicht ausprobiert habe. Es scheint bei den Versionen vom Herbst 2018 – auf meinem PC – dazu zu gehören, dass durch die Installation von WordPress der Apache Server gecrasht wird. Diesen konnte ich nur durch komplettes XAMPP-stop und dann XAMPP-start wiederbeleben. Ein Stop / Start von der XAMPP Konsole reichte nicht. Das steht aber nirgendwo.

WordPress 5 hatte zu dem Zeitpunkt den «Gutenberg» Editor für November 2018 angekündigt. Es gab dazu von Betatestern Infos, dass der neue Editor recht gut ist, und man auch scheinbar recht problemlos existierende WordPress (4.9.8 und früher) Seiten migrieren kann. Ich habe bereits zu dem Zeitpunkt das Vorab-Plugin des Gutenberg-Editors unter WordPress 4.9.8 installiert und wir arbeiten seitdem ausschliesslich damit, stets unter der aktuellen Version von WordPress 5.

Als letztes möchte ich noch die folgende Erfahrung mit euch teilen. Mein PC ist «nur» ein Laptop und ich arbeite bisher nur mit dem integrierten Monitor. Dies reicht für die Arbeit mit der Website nicht mehr aus, da oft 10 und mehr Fenster offen sind, WordPress, XAMPP Control, Browser zur Darstellung dessen was im WordPress «ausprobiert» wird, PDF Dokumente mit Anleitungen, Browser mit Youtube Video, etc.. Daher schafften wir schnell einen externen Monitor an, der als «extended» screen benutzt wird, so dass ich gleichzeitig wenigstens 3 Fenster sehen und benutzen kann. Das erleichtert die Arbeit deutlich.

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