22 – Blauer Wasserfall und viel Matsch – der Vulkan Tenorio

Wir verlassen den Vulkan Arenal und fahren zum Vulkan Tenorio Nationalpark. Da uns die Strecke entlang des Stausees gefällt, widersetzen wir uns den Empfehlungen unseres Navigationsgerätes und geniessen dafür die Ausblicke auf den Vulkan Arenal und die üppige Vegetation.

Bild Vulkan Arenal vom gegenüberliegenden Ufer des Stausees aus gesehen
Vulkan Arenal vom gegenüberliegenden Ufer des Stausees aus gesehen

Schon bald wiederholen sich drei konkurrierende Schilder am Strassenrand. Eins machte Werbung für ein Restaurant, welches unter die Top 5 in Costa Rica gewählt wurde. Ein weiters Schild preist eine Toad Hall mit gratis Kaffee an und das dritte Schild wirbt für eine German Bakery. Dieses Schild lässt die Herzen der Kinder schneller schlagen.

So folgen wir diesem Schild in einen schönen, gepflegten Ort. Es gibt richtig gutes Brot, wofür die Leute weite Anfahrten auf sich nehmen. Daneben gibt es eine grosse Auswahl an deutschen Kuchen und für die, die das Essen ihrer Heimat vermissen, gibt es auch deftige Gerichte von der Weisswurst mit Paulaner bis zum Schnitzel. Wir verspeisen Schokoladen- und Käse-Kirschkuchen und unterhalten uns dabei mit einem ehemaligen Marine, der seit 9 Jahren in Costa Rica auf seiner eigenen Ranch mit Pferden lebt und der in seiner aktiven Zeit auch eine Zeit lang in Deutschland stationiert war.

So gestärkt geht es weiter. Zur Strafe, weil wir nicht der ursprünglichen Routenempfehlung gefolgt sind, führt uns der Navi nun 21 km auf einer Schotterpiste entlang. Die Landschaft ist aber malerisch.

Bild Blick auf den Stausee zeigt den Stausee mit kleinen Inseln, tropische Vegetation und einen bewölkten Himmel
Blick auf den Stausee
Bild Schotterstrasse mit Ausblick zeigt die Strasse auf einer Hügelkuppe und weiten Blick in die Landschaft
Schotterstrasse mit Ausblick

Weiter geht es auf hügeligen Teerstrassen entlang von Ananasfelder. Die LKWs, welche Ananas geladen haben, riecht man schon bevor man die Fracht erkennen kann. So erreichen wir unsere sehr schöne Tenorio Lodge. Die Bungalows sind sehr grosszügig und vom Bett haben wir eine hervorragende Sicht in die Natur. Einzig die Vögel fangen morgens ab 6.00 Uhr an lautstark gegen die Scheiben zu picken. Die Besitzerin meint, sie würden dort Insekten finden.

Da wir nun einmal früh wach sind und die Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit immer noch bei 30° liegen, starten wir früh am Tag. Unser Ziel ist der Vulkan Tenorio Nationalpark. Der Nationalpark am Fuße des Vulkans Tenorio bietet mit dem Fluss Rio Celeste ein interessantes Farbspektakel – blauer Wasserfall in grünem Regen- und Feuchtwald.

Auf dem Parkplatz steht eine Frau mit Sammelbüchse für ein Schulprojekt. Sie versucht sich nützlich zu machen, indem sie die Leute auf einen Parkplatz winkt. Wir parken wie die anderen 5 Autos vor uns rückwärts ein. Dabei folgen wir den Blick auf ihr Winken gerichtet bis wir mit der Stossstange einem Baum hallo sagen. Die Frau winkt wahrscheinlich immer noch. Entsprechend grummelig beginnen wir die Wanderung immer bergauf durch den Urwald.

Bild Der Weg im Dschungel, Vulkan Tenorio Nationalpark, zeigt einen schmalen Pfad durch dichten Bewuchs
Der Weg im Dschungel, Vulkan Tenorio Nationalpark

Der Wasserfall ist unglaublich. Wenn man Bilder vom Rio Celeste sieht, denkt man ja immer, dass da jemand mit dem Farbregler gespielt hat, aber dieses milchige Blau ist Wirklichkeit.

Bild Treppen zum blauen Wasserfall, Vulkan Tenorio Nationalpark, zeigt milchblauen Wasserfall in grünem Dschungel und steile Treppen hinuter
Treppen zum blauen Wasserfall, Vulkan Tenorio Nationalpark
Bild Blick auf den blauen Wasserfall von unten, Vulkan Tenorio Nationalpark, zeigt ein rundes blaues Bassin, in welches sich der Wasserfall ergiesst
Blick auf den blauen Wasserfall von unten, Vulkan Tenorio Nationalpark

Leider haben die Mädels nach den Treppen zum Wasserfall keine Lust mehr, weiterzulaufen und der matschige Weg macht es auch nicht besser, obwohl es gar nicht so weit ist. So ist die Stimmung etwas getrübt, während wir unseren Weg durch den Matsch zur blauen Lagune und den Wasserblubbern suchen. Das Farbspiel ist gigantisch.

Bild Wegweiser im Vulkan Tenorio Nationalpark, zeigt die Sehenswürdigkeiten und Entfernungen an
Wegweiser im Vulkan Tenorio Nationalpark
Bild Weg durch den Matsch, Vulkan Tenorio Nationalpark zeigt Weg mit tiefen Spuren im Morast durch den Dschungel
Weg durch den Masch
Bild Ausblick über den Dschungel und zum Vulkan Tenorio. Der Vulkan ist in den tiefhängenden Wolken verborgen.
Ausblick über den Dschungel und zum Vulkan Tenorio
Bild Die blaue Lagune im Vulkan Tenorio Nationalpark zeigt milchig blaues Wasser umgeben von Grün
Die blaue Lagune im Vulkan Tenorio Nationalpark
Bild Blasen im Wasser, zeigt aufsteigende Luftblasen im klaren, noch nicht blauen Fluss
Blasen im Wasser

Die Farbe entsteht beim Zusammenfluss von zwei Flüssen durch die unterschiedlichen Temperaturen, ph-Werte und Mineraliengehalte der Flüsse.

Immerhin, auf dem Rückweg kommt die gute Laune mit Annäherung an das Auto zurück. Dicke Lianen laden zum Schaukeln ein. Nach 3 Std. fahren wir erst einmal ins Hotel zurück, wo die Kinder nach einer Pause in einem Jacuzzi ein warmes Bad zur Erholung nehmen.

Wir beschliessen, heute im Ort zu Abend zu essen. Die Kinder fühlen sich von einer Pizzeria angezogen. Auch wenn uns der laufende Fernseher stört, ist die Pizza recht lecker. Jörg ist mutig und gönnt sich vorher noch einen Haarschnitt. Die Haare sind wieder kürzer und wenn man nicht genau hinschaut, sieht man auch die Wellen nicht.

Update: Ein Wirbelsturm hat im September 2017 die Vegetation des ersten Teils des Wanderweges stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Natur erholt sich langsam wieder. In der Hauptreisezeit muss der Nationalpark in der Zwischenzeit trotzdem sehr überlaufen sein.

Die anderen Beiträge zur Reise in Costa Rica findet ihr unter den folgenden Links:


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