Verhaltensregeln für Sri Lanka von A-Z

Fremde Länder, fremde Sitte. Ob es nun um die Begrüssung geht oder man mit dem Kopf zur Bestätigung nickt. Es gibt viele Möglichkeiten in ein Fettnäpfchen zu treten. Deshalb gibt es hier einen Überblick über die wichtigsten Verhaltensregeln für Sri Lanka.

Andere Länder, andere Sitten - Verhaltensregeln für Sri Lanka
Andere Länder, andere Sitten

Begrüssung

Händeschütteln ist in Sri Lanka tabu. Man begrüsst sich, indem man die Hände auf Herzhöhe oder vor dem Gesicht zusammenfaltet und «Ayubowan» wünscht. Ayubowan bedeutet in etwa: «Ich wünsche dir ein langes Leben und Gesundheit».

Einheimische freuen sich, wenn man sie ihrer Tradition gemäss begrüsst. Leute, die mit Touristen zu tun haben, geben aber auch die Hand.

Fotografie

Es ist in Sri Lanka verboten, uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten, wie Regierungsgebäude, Flughäfen, Brücken usw. zu fotografieren.

Gestik

Kopfschütteln und Nicken

In Sri Lanka ist das Nicken mit dem Kopf eine verneinende Geste und das Schütteln des Kopfes eine Bejahung. Es ist also genau umgekehrt zu unserer verwendeten Gestik. Auch wenn man es theoretisch weiss, ist es doch sehr verwirrend, wenn unser Gehirn vermeintlich zwei unterschiedliche Informationen erhält. Der Guide bejaht eine Frage und schüttelt den Kopf.

Umgekehrt relativiert man seine Aussage, kein Interesse an der Ware eines Händlers zu haben, wenn man anschliessend den Kopf schüttelt. Es dauert eine ganze Weile bis man diese fast unbewusst ablaufende Gestik im Griff hat bzw. auf das Nicken und Schütteln des Kopfes verzichtet.

Hand und Fuss

Wie in vielen Ländern gilt auch in Sri Lanka die linke Hand als unreine Hand. Achtet darauf, dass ihr nie jemandem die linke Hand reicht und auch keine Esswaren oder andere Dinge mit der linken Hand übergebt.

Füsse gelten ebenfalls als unrein. Die nackten Sohlen eurer Füsse sollten also beim Hochlegen nie auf andere zeigen. Bevor man einen Raum betritt, zieht man die Schuhe aus.

Zärtlichkeiten

Der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit wird nicht gern gesehen.

Kleidung

Kleidung im Alltag

Die optimale Kleidung in Sri Lanka bedeckt mehr, als dass sie zeigt. Für Frauen schickt es sich nicht, Schultern oder Knie zu zeigen. Die Einheimischen begeben sich auch voll bekleidet ins Wassers zum Schwimmen oder Plantschen. Im Fall von Süsswasser wird der Badeausflug auch gleich zum Einseifen des Körpers und Shampoonieren der Haare genutzt.

Innerhalb von Hotelanlagen und hoteleigenen Stränden kann man sich aber durchaus auch in kurzen Hosen oder Röcken bewegen.

Kleidung bei Tempelbesuchen

Schultern, Dekolleté und Knie müssen bedeckt sein. Die Schuhe und die Kopfbedeckung müssen ausgezogen werden. Die Steine in den Tempelanlagen können sehr heiss sein. Auch die Böden entsprechen oft nicht unseren Vorstellungen von Sauberkeit, insofern ist es gut, wenn man ein paar dunkle Socken dabei hat, die man bei Bedarf anziehen kann. Die Farbe weiss steht für Reinheit im Buddhismus, weshalb einheimische Tempelbesucher auch meist weiss gekleidet sind.

Lächeln – das A und O der Kommunikation

Lächeln, lächeln, lächeln und nie aus der Haut fahren - Verhaltensregelnn für Sri Lanka
Lächeln, lächeln, lächeln und nie aus der Haut fahren

Selbst wenn eine Situation zum aus der Haut fahren ist, sollte man stets lächeln und freundlich sein. Direkte Kritik ist unüblich in Sri Lanka und führt zum Gesichtsverlust – nicht nur des Gegenübers.

Für uns Europäer, die gern sagen, was sie denken; die Stimme erheben, wenn sie wütend sind oder ansprechen, was nicht in Ordnung ist, ist dies recht schwierig. Es bedeutet, dass man sich extrem zurücknehmen muss.

Auch ein direktes Nein hört man nie, sondern eine endlose Kette von Ausflüchten und Halbwahrheiten.

Eine der wichtigsten Verhaltensregeln für Sri Lanka: Lächelt, seid freundlich und bleibt bestimmt. Damit kommt ihr am weitesten. Lest unsere Reiseberichte, dann wisst ihr womit unsere Geduld auf die Probe gestellt wurde.

Respekt für die Religion

Respektloses Verhalten gegenüber dem Buddhismus steht in Sri Lanka unter Strafe. Das fängt bei der Kleidung an. Mit unangemessener Kleidung wird einem der Tempelbesuch verwehrt. Touristen müssen dann gegen eine Mietgebühr Tücher oder Hosen mieten und überziehen.

Respektlos ist es auch, Buddha den Rücken zuzukehren oder vor Buddha Statuen für Fotos zu possieren. Selfies mit Buddha sind keine Option. Solches Verhalten kann im Gefängnis enden.

Auch bei buddhistischen Tätowierungen sollte man sehr vorsichtig sein und diese besser bedecken.

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