Auf dem Weg zum Jebel Samhan und noch ein Stück weiter

Nachdem wir am Vortag den ganzen Tag im Auto unterwegs waren, suchen wir uns heute ein näheres Ziel, den Jebel Samhan Aussichtspunkt. Der Jebel Samhan ist mit 1.812 m der höchste Berg in den hinter der Küste aufragenden Quarabergen. In unserem Reiseführer ist entlang des Weges von Mirbat über Tawir Attir eine Quelle beschrieben. Deshalb fahren wir bei Sha’boon von der Autobahn nach Salalah ab und suchen Ain Shaboon, die Quelle.

Ain Shaboon

Die sich nach oben windende Strasse wurde von Wassermassen in ein Flussbett umgewandelt, in dem nur notdürftig die Steine zur Seite geschoben wurden. Bei den Picknickplätzen mit schöner Aussicht auf die Küste geben wir auf, weiter nach der Quelle zu suchen. Die Strasse ist komplett unterspült und die Picknick Pavillons hängen halb in der Luft.

Bild Unterspülte Strasse auf dem Weg zur Quelle zeigt eine Strasse im felsigen Hang, welche teilweise zerbrochen und teilweise unterspült ist. Grüne Bäume und Sträucher wachsen in den Felsen neben der Strasse.
Unterspülte Strasse auf dem Weg zur Quelle
Bild Pavillons völlig losgelöst von der Erde zeigt zwei Pavillons, deren Stützpfeiler auf der einen Seite komplett mit den Betonfundamenten in der Luft hängen. Dahinter sieht man die Küste durchschimmern.
Pavillons völlig losgelöst von der Erde
Bild Blick auf die Küste zeigt die trockene und karge Landschaft zwischen dem Küstengebirge und dem Meer. Nur vereinzelt bei Gehöften sind grüne Büsche sichtbar.
Blick auf die Küste

Tawir Attir und das Sinkhole

Wir wenden und fahren Richtung Tawir Attir weiter. Auch die Strasse hinauf ins Küstengebirge ist eine grosse Baustelle. Die Bauarbeiter versuchen, die Hänge zu befestigen, und asphaltieren die Strasse neu. Auf der Hochebene stehen vereinzelte Bäume, die wohl dank Feuchtigkeit aus dem häufigen Nebel überleben können.

Bild Rekonstruktion der Strasse nach Tawir Attir zeigt die sich nach oben windende Strasse und Hänge, in die der Regen starke Furchen gegraben hat. Überall wird versucht durch den Bau von Terrassen und dem Übergiessen mit Beton die Hänge zu befestigen.
Rekonstruktion der Strasse nach Tawir Attir
Bild Auf der Hochebene vor Tawir Attir sieht man eine mit grünen Bäumen bewachsene Hochebene, durch die sich die Strasse schlängel.
Auf der Hochebene vor Tawir Attir

Entlang des Weges zum Jebel Samhan ist ein Sinkhole ausgeschrieben. Das lassen wir uns nicht entgehen und halten kurz an, um die paar Schritte zum Aussichtspunkt zu laufen. Das Sinkhole ist so tief, dass man den Grund nicht sehen kann. Bei Regen ergiessen sich Wasserfälle in das Sinkhole. Gegenüber liegt eine Schule, aus der fröhlicher Pausenlärm zu uns herüber schallt.

Bild Wadi, welches sich ins Sinkhole ergiesst zeigt Felsen, in die sich ein Fluss seinen Weg gegraben hat. Alles ist ausgetrocknet, auch die vielen Bäume, die auf dem felsigen Untergrund wachsen.
Wadi, welches sich ins Sinkhole ergiesst
Bild Schule Tawir Attir zeigt ein fast weisses Gebäude, welches im starken Kontrast zur kargen Landschaft steht. Das Gebäude erinnert vom Baustil an ein Regierungsgebäude. Im ummauerten Pausenhof stehen grosse, grüne Bäume. Zwei Mobilfonantennen sind im Hintergrund zu erkennen.
Schule Tawir Attir

An der Aussichtsterrasse steht auch ein Baum, der zum Klettern einlädt.

Bild Baum lädt zum Klettern ein zeigt einen grossen Baum mit knorrigen dicken Ästen, auf welchen sich Gwendolyn gesetzt hat.
Baum lädt zum Klettern ein

Da es recht heiss ist, laufen wir bald zurück zum Auto. Als wir losfahren wollen, kommen Kamele auf der Strasse angetrabt. Ein Kamel ist offensichtlich nicht erfreut, fotografiert zu werden.

Kamel Portrait - erstaunter Gesichtsausdruck
Kamel Portrait - pöbelnder Gesichtsausdruck, Nase nach oben gezogen, Zähne gezeigt, Unterlippe fallengelassen
Kamel Portrait - meckernder Gesichtsausdruck, Maul noch weiter geöffnet, Nase hochgezogen, Zähne gezeigt, Unterlippe hängend

Auf dem Weg zum Jebel Samhan

Eine Höhle könnte man auf dem Weg zum Jebel Samhan auch noch besichtigen. Dazu haben wir keine Lust, also fahren wir weiter. Je weiter wir uns dem Aussichtspunkt nähern, umso mehr Wolken ziehen rein. Als wir endlich ankommen, stehen wir komplett in den Wolken. Hier weht ein ordentlicher Wind und es ist 10 Grad kühler. Von der Landschaft sehen wir nicht viel.

Das Bild Wolkenfetzen verhindern die Sicht zeigt die Aussicht vom Jebel Samhan Aussichtspunkt auf die Küste, welche aber in den Wolken nicht zu erkennen ist. Dafür sieht man die Spuren vieler kleiner Flüsse vom Berg, die sich am Fuss zu grossen, mäandernden Wadis auswachsen.
Wolkenfetzen verhindern die Sicht
Bild Auf dem Weg zur Aussicht auf den Jebel Samhan zeigt den mit kleinen Steinen als Terrassen befestigten Hang mit windschiefen Baum. Dahinter ragt ein Felsen mit Gedenktafel auf. Der Weg fürht scheinbar ins Nichts, denn nach den Geländern sieht man nur noch die Wolken
Auf dem Weg zur Aussicht auf den Jebel Samhan

Auf dem Weg zum Aussichtspunkt begegnet uns diese grosse Dhofar-Agame. Sie lässt sich eine ganze Weile beobachten, bevor es ihr zu gefährlich wird und sie in einem Loch verschwindet.

Bild Gut getarnt zeigt eine Dhofar Agame am Aussichtspunkt des Jebel Samhan. Sie hat die Farbe der Felsen und ist nur aus der Nähe zu erkennen.
Gut getarnt
Bild Ganz geheuer ist der Agame am Jebel Samhan Aussichtpunkt unsere Aufmerksamkeit nicht zeigt die Agame vor zwei grossen runden Löchern im Fels. Es sieht so aus, als wäre die Agame noch unentschieden in welchem der beiden Löcher sie verschwinden soll.
Ganz geheuer ist der Agame unsere Aufmerksamkeit nicht

Irgendwie sind wir mit unserem heutigen Ausflug nicht ganz so zufrieden. Weder haben wir die Quelle gesehen noch den Jebel Samhan. Deshalb beschliessen wir der Schotterpiste auf den Jebel Samhan, wo sich ein Militärposten befindet, zu folgen. 18 km Schotterpiste sollten doch zu schaffen sein.

Bild Mit dem Auto auf dem Weg zum Jebel Samhan zeigt wie Wolken von unten über die Klippen hereinziehen und sich über den Hang legen.
Mit dem Auto auf dem Weg zum Jebel Samhan
Bild Kamele begnügen sich mit den trockenen Grashalmen zeigt ein sehr dunkelbraunes und ein hellbraunes Kamel in der steinigen Landschaft. Nur wenn man genau hinschaut, sieht man, dass zwischen den Steinen trocken Pflanzen stehen.
Kamele begnügen sich mit den trockenen Grashalmen
Bild Ziegen kommen vom kleinen Staudamm zeigt eine bunte, weit verstreute Ziegenherde, die vom trockenen Staudamm kommen.
Ziegen kommen vom kleinen Staudamm
Bild Wolken ziehen immer dichter auf zeigen die schnell über die karge Landschaft unterhalb vom Jebel Samhan ziehenden Wolken. Sie verleihen der Landschaft etwas mystisches.
Wolken ziehen immer dichter auf

Anfangs ist der Weg auch ganz ok. Je weiter wir kommen, desto schlechter wird die Schotterpiste. Schliesslich kommen immer langsamer voran und versichert ist unser Allrad Fahrzeug leider nur auf befestigten Strassen, aber das haben wir erst bei der Abholung beim Vermieter erfahren. Wer rechnet schon mit solchen Ausschlüssen. Für Teerstrassen braucht man ja gewöhnlich kein Allradfahrzeug. Es heisst auch nicht, dass wir nicht offroad fahren dürfen. Das Fahrzeug ist offroad einfach nur nicht versichert.

Nach 9 km wird die Strasse so schlecht, dass Jörg sich schon beim Reifenwechsel sieht. Dazu haben wir keine Lust. Die Mädchen möchten sowieso viel lieber möglichst jetzt als später schnorcheln gehen. So geben wir auf und wenden, ohne den höchsten Berg im Süden gesehen zu haben.

Bild Einsame Landschaft unterhalb des Jebel Samhan zeigt die felsige Landschaft. Eine grosse weisse Wolke steht am blauen Himmel. Ganz in der Ferne steht ein Kamel.
Einsame Landschaft unterhalb des Jebel Samhan
Bild Blumenpolster wachsen im Staub zeigt ein lila blühendes Blumenpolster zwischen Steinen. Die Erde sieht aus wie braunes Mehl.
Blumenpolster wachsen im Staub

Die Mädels sind erfreut. Wieder unten am Meer sehen wir nicht eine Wolke an den Bergen hochziehen.

Sonnenuntergang in Taqa

Am späten Nachmittag fahren Jörg und ich noch einmal los in Richtung Taqa. Auf der Suche nach einer Lagune verfahren wir uns. Die Here App will uns immer wieder auf eine Strasse führen, deren Brücke den Zyklon Mekunu nicht überlebt hat. Und egal, wie wir fahren, am Ende stehen wir immer wieder an der Strasse, die zu dieser Brücke führt. Das scheint heute definitiv nicht unser Tag zu sein. Schliesslich versuchen wir nur noch leicht entnervt den Sonnenuntergang am Meer zu erleben. Allerdings geht hier die Sonne gar nicht wie in Mirbat über dem Meer unter.

Bild Moschee im Gegenlicht zeigt die schwarzen Umrisse der Moschee in Taqa bei tiefstehender Sonne
Moschee im Gegenlicht
Bild Palmen im Sonnenuntergang in Taqa zeigt die Umrisse der Palmen vor orangem Hintergrund.
Palmen im Sonnenuntergang
Bild Strand bei Taqua im Abendlicht zeigt einen endlosen Sandstrand, der zur Strasse von einzelnen Palmen abgegrenzt wird. Boote stehen auf dem Trockenen, Autos stehen in Fahrtrichtung Meer auf dem Sand. Ein langer Fluss ist von der letzten Flut am Strand zurückgeblieben.
Strand bei Taqua im Abendlicht

Dafür finden wir bei unserer Rückkehr unser Hotel in Mirbat wunderschön beleuchtet in der Nacht vor.

Bild Hotel in Mirbat in der Dunkelheit erleuchtet zeigt die Wasserspiele und das Hotel Portal in rotem Licht angeleuchtet in der Dunkelheit.
Hotel in der Dunkelheit erleuchtet

Übernachtet haben wir im Kairaba Mirbat Resort. Weitere Unterkünfte in der Region findet ihr unter Salalah und Mirbat.

Alle Beiträge zu dieser Oman-Reise findet ihr nachstehend in der Reihenfolge der Reise:


Die Reise- und Besichtigungstipps für den Oman findet ihr unter:

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