Tierra del Fuego Nationalpark: Tipps und Wandern

Der Tierra del Fuego Nationalpark ist der südlichste Nationalpark Argentiniens an der Grenze zu Chile. Er begeistert uns mit seiner abwechslungsreichen Landschaft. In diesem Beitrag haben wir für den Tierra del Fuego Nationalpark einige Tipps für den Besuch und zum Wandern zusammengestellt. Bist du mit einem Zelt unterwegs, kannst du sogar im Nationalpark übernachten.

Tipps zur Anreise zum Tierra del Fuego Nationalpark

Unser Tipp für den Besuch des Tierra del Fuego Nationalpark lautet: Miete dir in Ushuaia ein Auto. Der Nationalpark befindet sich 12 km ausserhalb der Stadt Ushuaia. Mit einem Auto bist du sehr flexibel und kannst zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Ausgangspunkten für Wanderungen fahren. Alternativ kannst du den Bus vom Busbahnhof in Ushuaia zum Nationalpark nehmen. Allerdings fährt der Bus nicht sehr oft. Im Nationalpark gibt es mehrere Bushaltestellen beispielsweise am Visitor Center, an der Lapataia Bucht und beim Postamt am Ende der Welt.

Die Schmalspurbahn «Tren del Fin del Mundo» startet von einem Bahnhof 5 km westlich von Ushuaia an der Estación del Fin del Mundo. Die Endstation des Zugs befindet sich im Nationalpark. Die Bahn legt unterwegs kurze Stopps ein, an denen du aussteigen und fotografieren kannst. Im Normalfall fährt die Bahn drei Mal täglich. Unter «Tren del Fin del Mundo» findest du die aktuellen Fahrzeiten und Tarife.

Auf dem Weg zur Wanderung am Rio Pipo begegnet uns der Tren del Fin del Mundo. Eine schwarze Dampflok zieht 6 grüne nostalgische Wagons und hinterlässt grosse Dampfwolken in der Landschaft.
Der Tren del Fin del Mundo

Wie überall in Argentinien bezahlen auch bei dieser Sehenswürdigkeit auf Feuerland Ausländer deutlich mehr. Beim Eintritt in den Park erhältst du neben den Tickets eine kurze Übersichtskarte, auf der die wichtigsten Wanderungen und Sehenswürdigkeiten für Tagesbesucher markiert sind.

Durch den Park führt die NR 3, welche an der Bucht Lapataia endet. Entlang der Strasse gibt es immer wieder Parkmöglichkeiten, von denen aus kurze Wanderwege zu Mooren und Teichen führen.

Moorlandschaft im Tierra del Fuego Nationalpark. Holzstege führen auf einer kurzen Wanderung durch das Moor. Im Hintergrund bilden schneebedeckte Berge eine Kulisse.
Folgst du unseren Tipps für den Besuch des Tierra del Fuego Nationalpark und mietest dir ein Auto, kannst du ganz bequem zur Moorlandschaft kommen.

Eine weitere Möglichkeit den Tierra del Fuego Nationalpark zu besuchen, ist im Rahmen einer begleiteten Tour oder mit einem Taxi. In deiner Unterkunft wird man dir diesbezüglich weiterhelfen können.

Wandern im Tierra del Fuego Nationalpark

Ein absoluter Hit für eine Wanderung im Tierra del Fuego Nationalpark ist der Coastera Trail. Er startet am Parkplatz vom Postamt am Ende der Welt und führt am Beagle Kanal entlang. Der Weg endet an der Bucht von Lapataia. One way sind es 8 km. Allerdings kannst du noch bis zum 1 km entfernten Visitor Center weiter wandern und dann auf einen Bus zurück nach Ushuaia warten.

Eine Bucht mit grünlichen Kieseln eingerahmt von herbstfarbenen Bäumen, das sind Ausblicke, die du beim Wandern im Tierra del Fuego Nationalpark geniessen kannst.
Auch wenn die Berge auf der anderen Seite des Beagle Kanals in den Wolken verschwinden, ist die Wanderung ein Traum

Das Postamt am Ende der Welt ist bei Besuchern sehr beliebt. Im Unidad Postal Del Fin Del Mundo kannst du für Devisen tatsächlich Postkarten abschicken. Wir haben in unserem Beitrag «Ans Ende der Welt – Ushuaia» unter anderem über unsere Erlebnisse im Tierra del Fuego Nationalpark berichtet.

Dort, wo die Pan Americana an der Bucht von Lapataia endet, gibt es verschiedene Wege auf Stegen. Die Aussicht auf die Berge, die Begegnung mit Wasservögeln machen diese Wanderungen zu einem einzigartigen Erlebnis.

Nicht weit entfernt startet auch der Castor Trail. Nur, dass wir die Biber auf der falschen Seite der Strasse gesucht haben. Die Biberdämme haben für grosse Überschwemmungen gesorgt. Obwohl wir es an unterschiedlichen Tagen versucht haben, hatten wir kein Glück und haben die Biber nicht gesehen.

Auf einer Wanderung entlang des Castor Trails im Tierra del Fuego Nationalpark wird dir die Funktion des Bibers als Landschaftsgärtner bewusst. Biberdämme stauen das Wasser, reduzieren die Fliesgeschwindigkeit und führen zum Absterben ganzer Waldareale.
Der Biber ist auf Feuerland zu einem grossen Problem geworden. Alle Massnahmen beim Versuch der Ausrottung haben bisher keine Erfolge gezeigt.

Der Pampa Alta Trail führt entlang des Rio Pipo. Mit einem Auto kannst du den 4,9 km langen Weg ein wenig abkürzen. Wenn du Glück hast begegnet dir auf dem Weg zum Rio Pipo der dampfende Zug zum Ende der Welt.

Neben diesen Wegen gibt es viele weitere Wanderungen. Wir sind viel auch den Beschilderungen zu Aussichtspunkten gefolgt. Dies sind meist kürzere Wege gewesen, so dass die Kinder nicht die Lust verloren haben.

Tiere im Tierra del Fuego Nationalpark

Dass es hier Biber gibt, habe ich schon erwähnt. Wem du wahrscheinlich auf alle Fälle begegnen wirst, ist der Fuchs. Überall im Tierra del Fuego Nationalpark weisen Schilder die Besucher daraufhin, den Fuchs nicht zu füttern. So dreist, wie mancher Fuchs bei seiner Bettelei ist, scheinen die Füchse doch Erfolg zu haben.

Dieser Fuchs ist wohl genährt und bettelt frech bei einem Parkplatz zu einem Aussichtspunkt im Tierra del Fuego Nationalpark.
Der Fuchs hat ordentliche Winterreserven angelegt.

Der Nationalpark bietet Lebensraum für viele Vögel. Auf Wanderungen im Tierra del Fuego Nationalpark werden dir sicher die Magellan Gänse begegnen.

Im Bild sieht man eine Magellan Gans mit weissem Kopf, schwrzen Augen und Schnabel. Das Gefieder des Körpers ist braun weiss und nur die Flügel sind dunkelbraun.
Auf einer Wanderung im Tierra del Fuego Nationalpark begegnen uns Magellan Gänse.

Auch Guanakos und Hasen sollen im Nationalpark leben. Diese haben wir aber nicht zu Gesicht bekommen.

Weitere Tipps für deinen Besuch im Tierra del Fuego Nationalpark

Da es unseres Wissens nach nur beim Visitor Center die Möglichkeit einer Stärkung gibt, solltest du für deinen Ausflug vorher in einem Supermarkt ein Picknick einkaufen. Spekuliere nicht auf Schokolade. Diese ist sehr überteuert und deshalb häufig schon jenseits des Verfalldatums.

Packe genügend Getränke ein. Umgeben von lauter Wasser zu dürsten, ist nicht lustig.

Am besten besuchst du den Nationalpark zwischen Dezember und Februar/März.

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