Tiere auf Galápagos

Nachfolgend stellen wir euch die wichtigsten Tiere vor, die auf den Galapagos Inseln leben. Diesen Tieren und vielleicht auch noch ein paar mehr werdet ihr bei einer Reise zu den Galapagos Inseln begegnen. Wir nennen euch interessante Fakten zu Vögeln, Reptilien, Raubtieren und Krabben der Galapagos Inseln. Allen Tieren der Galapagos Inseln gemeinsam ist, dass sie keine Angst vor den Menschen zeigen. Dies macht einen grossen Teil der Faszination dieses Naturparadieses aus. Lest auch unsere Informationen zu den einzelnen Inseln des Galápagos Archipels.

Tiere auf den Galápagos InselVögel

Flugunfähiger Kormoran (Phalacrocorax harrisi)

Der endemisch auf Galápagos vorkommende flugunfähige Kormoran, auch Galápagos Kormoran genannt, ist der einzige weltweit, der seine Flugfähigkeit eingebüsst hat. Auf Galápagos kann man ihn auf der Insel Ferdinandina und auf der Insel Isabela sichten. Er bewohnt die Felsenküsten und taucht ufernah nach Futter.

Trocknender Flugunfähiger Kormoran, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Trocknender flugunfähiger Kormoran
Flugunfähiger Kormoran mit türkisblauen Augen wartet neben einer Roten Klippenkrabbe am Wasser, Vögel auf den Galápagos Inseln
Flugunfähiger Kormoran

Gabelschwanzmöve (Creagrus furcatus)

Die Gabelschwanzmöwe ist die einzige nachtaktive Möwe der Welt. Dank ihrer fantastischen Nachtsicht erkennt sie Tintenfische und kleine Fische, die nachts an der Wasseroberfläche schwimmen. Für die nächtliche Jagd entfernt sie sich bis zu 32 Kilometern vom Land. Fast alle Gabelschwanzmöven nisten auf Galápagos. In Anpassung an ihre Nachtaktivität hat sie besonders grosse und lichtempfindliche Augen, die mit einem schicken roten Ring umrandet sind. Tagsüber ist sie an Land zu beobachten.

Wunderschöne Gabelschwanzmöve, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Wunderschöne Gabelschwanzmöve
Gabelschwanzmöve auf einem Stein, Vögel auf den Galápagos Inseln
Gabelschwanzmöve auf einem Stein

Lavamöve (Leucophaeus fuliginosus)

Die schwarzgraue Lava Möve ist eine seltene Möve, die auf Galápagos endemisch vorkommt. Auf den Galápagos Inseln gibt es etwa 400 Brutpaare. Sie ist ein Allesfresser. Lava Möven nisten einzeln. Sie bevorzugt sandige und kiesige Strände in der Nähe von Nahrungsquellen wie Seevogelkolonien oder Häfen.

Lavamöve, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Lavamöve

Noddi (Anous stolidus)

Die Noddiseeschwalbe fliegt in Küstennähe oft in Trupps dicht über der Wasseroberfläche und sucht dort nach kleinen Fischen und anderen kleinen Meerestieren. Oft jagen die Noddiseeschwalben mit anderen Seevögeln zusammen. Häufig sind sie bei stosstauchenden Pelikanen anzutreffen. Sie suchen im durch den Aufprall des schweren Pelikans aufwärtsgeströmten Wassers nach Beute. Manchmal warten sie auch direkt auf dem Kopf des Pelikans sitzend, auf den Beifang, der mit dem Wasser aus dem Kescherschnabel herausfließt. Schnelle Manöver auf engstem Raum, senkrechtes Aufwärts-, Abwärtsfliegen, ja sogar Rückwärtsfliegen, sind für die Noddis möglich.

Noddis jagen ausserdem oft mit Raubfischen zusammen, wobei das dem Fisch nicht immer passt wie hier im Bild dem Thunfisch. Dieser versucht durch Scheinangriffe die Noddiseeschwalben aus seinem Jagdrevier zu vertreiben. Beobachten kann man sie vor allem in den küstennahen Bereichen von Galápagos.

Bei der Balz spielt der helle Stirnfleck eine große Rolle. Mögliche Partner werden durch Kopfnicken auf ihn hingewiesen. Daher kommt auch der Name, denn im Englischen heißt to nod mit dem Kopf nicken.

Thunfisch versucht mit Scheinangriffen die Noddiseeschwalben zu verjagen, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Thunfisch versucht mit Scheinangriffen die Noddiseeschwalben zu verjagen
Noddi mit weissem Fleck auf dem Kopf, Vögel auf Galápagos
Noddi mit weissem Fleck auf dem Kopf
Noddiseeschwalbe auf dem Kopf eines Pelikans, Vögel auf Galápagos
Noddiseeschwalbe auf dem Kopf eines Pelikans

Lavareiher (Butorides sundevalli)

Der Lavareiher ist ebenfalls ein auf Galápagos endemisch vorkommender Vogel. Er gehört zu den kleinsten Reiherarten und ernährt sich von kleinen Fischen, Weichtieren und Krabben. Meist steht er gut getarnt auf einem Lavafelsen in gebückter Haltung und ist gerade beim Fischfang. Kommt ein Beutetier in seine Reichweite schnellt er blitzschnell vor und fängt es. Lavareiher sind ausserhalb der Paarungszeit Einzelgänger mit ausgeprägtem Revierverhalten.

Lavareiher erfolgreich bei der Jagd, Tiere auf den Galápagos Inseln _Vögel
Lavareiher auf der Jagd

Krabbenreiher (Nyctanassa violacea)

Der Krabbenreiher ist auf dem ganzen amerikanischen Kontinent vorkommend. In den kälteren Gebieten lebt er als Zugvogel, in den warmen Gebieten bleibt er ganzjährig im Gebiet. Ihre bevorzugte Nahrung sind Krebstiere und Amphibien. Während der Paarungszeit verfärben sich die Stirn und Wangen gelb und auf dem Hinterkopf wachsen lange, weiße Zierfedern.

Krabbenreiherpaar im Schatten eines Felsens, Vögel auf Galápagospinguin
Krabbenreiherpaar im Schatten eines Felsens

Galápagos Pinguin (Spheniscus mendiculus)

Diese Pinguinart ist auf Galápagos endemisch. Sie sind die einzigen Pinguine, die am Äquator leben. Die meisten dieser Pinguine leben auf der Insel Isabella und Ferdinandina. Sie sind keine ausdauernden Taucher und können maximal bis zu 15 Metern Tiefe tauchen und 90 Sekunden unter Wasser bleiben.

Im Gegensatz zu ihren arktischen Verwandten haben sie nicht nur im Wasser, sondern auch an Land viele Feinde. Die Sumpfohreulen und der Galápagosbussard machen gelegentlich Jagd auf Pinguine. Auch die von Menschen eingeschleppten Hunde, Katzen und Ratten können für die Tiere und ihre Brutkolonien eine Gefahr darstellen. Im Wasser zählen verschiedene Arten von Haien, der Galápagos-Seelöwe sowie der Galápagos-Seebär zu ihren Fressfeinden. Küken und Eier sind zusätzlich durch einheimische Schlangen und die Rote Klippenkrabbe (Grapsus grapsus) gefährdet.

Der Galápagospinguin gehört zu den Brillenpinguinen, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Der Galápagospinguin gehört zu den Brillenpinguinen
Pinguin, Vögel auf Galápagos
Pinguin

Sumpfohreule (Asio flammeus)

Sumpfohreulen sind ebenfalls auf Galápagos endemisch. Ihre Nahrung besteht aus Kleinvögeln und Jungvögeln. Sie frisst aber auch Ratten und Mäuse. Normalerweise ist sie tagaktiv. In Gebieten, die sie sich mit dem Galápagosbussard teilt, ändert sie jedoch ihr Jagdverhalten und wird eher nachtaktiv und versteckt sich tagsüber. Sie lebt auf allen Inseln verteilt. Mit ihrem Federkleid ist sie schwer im Gelände zu entdecken.

Sumpfohreule, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Sumpfohreule

Galápagosbussard (Buteo galapagoensi)

Auch der Galápagosbussard ist auf Galápagos endemisch. Sein wichtigstes Beutetier ist die Lavaechse. Er frist aber auch Vögel, Ratten und Aas. Normalerweise jagt er in Familienverbänden. Er brütet ganzjährig. Seine Nester sind mit einem Durchmesser von 80 – 100 cm gross. Zu finden ist er vor allem in unbewohnten Ecken der Galápagos Inseln. Die Menschen machen Jagd auf ihn, weil er auch Hühner schlägt. Neben dem Menschen droht ihm die grösste Gefahr von verwilderten Katzen. Während die Männchen ihrer Partnerin treu sind, paaren sich die Weibchen mit drei bis sieben verschiedenen Männchen. Sie legen drei Eier. Das Brüten und Aufziehen der Jungen erfolgt gemeinsam.

Galápagosbussard, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Galápagosbussard
Segelnder Galápagosbussard, Vögel auf Galápagos
Segelnder Galápagosbussard, Vögel auf Galápagos

Blaufusstölpel (Sula nebouxii)

Der Blaufusstölpel ist wegen seiner unglaublich blauen Füsse bekannt. Sein Balztanz ist eine beeindruckende Abfolge von Tanzschritten und dem Überreichen kleiner Geschenke. Die blauen Füsse sind für einen männlichen Tölpel unglaublich wichtig. Er zeigt sie allen Damen und streckt sie auch bei der Landung gut sichtbar vor. Je blauer die Füsse, umso begehrter ist er bei den Damen. Dies ist verständlich, wenn man weiss, wie die blauen Füsse zustande kommen.

Ihre blaue Fußfärbung verdanken die Tiere einerseits der Einlagerung von Carotinoiden, die täglich über das Futter aufgenommen werden müssen und andererseits einer besonderen Anordnung von Collagen-Fasern in den Schwimmhäuten. Dies führt zu Lichtwellenüberlagerungen, bei der nur das blaue Licht optimal reflektiert wird. Schon nach zwei Tagen fehlender Carotinoidaufnahme verringert sich die Blaufärbung der Füße merklich. Wer will schon einen schlecht ernährten Partner zur Aufzucht seiner Jungen?

Weisses Ei zwischen den blauen Füssen eines Blaufusstölpels, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Weisses Ei zwischen den blauen Füssen eines Blaufusstölpels,
Blaufusstölpel beim Balztanz, Vögel auf Galápagos
Blaufusstölpel beim Balztanz

Rotfusstölpel (Sula sula)

Die Rotfusstölpel verdanken ihren Namen den karmesinroten Füssen. Es gibt sie mit zwei verschiedenen Federkleidern. Normalerweise haben sie weisses Gefieder. Durch eine genetische Mutation findet man aber auch Exemplare mit bräunlichem Gefieder. Die Lebenszeit dieser Tiere ist aber geringer.

Der Rotfußtölpel brütet als einzige Art der Tölpel auf Bäumen oder Büschen. Dafür hat er spezielle Zehen an den Füßen, mit denen er trotz Schwimmhäuten in der Lage ist, Zweige zu umklammern. Seine bevorzugte Nahrung besteht aus fliegenden Fischen und Kalamaren. Er ist ein geschickter und ausdauernder Flieger. Schneller Flug wechselt sich mit langen Gleitphasen ab, bei denen sie häufig knapp über der Wasseroberfläche fliegen.

Fregattvögel traktieren die Rotfusstölpel mit Schnabelhieben auf Rücken und Kopf, damit sie ihre Jagdbeute wieder ausspucken.

Braungefiederter Rotfusstölpel im Baum sitzend, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Braungefiederter Rotfusstölpel im Baum sitzend
Über dem Boden fliegender Rotfusstölpel mit braunem Gefieder, Vögel auf Galápagos
Über dem Boden fliegender Rotfusstölpel mit braunem Gefieder
Rotfusstölpel mit weissem Gefieder im Baum, Vögel auf Galápagos
Rotfusstölpel mit weissem Gefieder im Baum

Nazcatölpel (Sula granti)

Nazcatölpel wurden lange Zeit zu den Makentölpeln gezählt. Sie sind aber deutlich kleiner und gelten heute als eigene Art. Im Gegensatz zu ihren berühmteren Artgenossen haben sie keine besonderen oder besonders gefärbten Füsse. Sie ernähren sich bevorzugt von fliegenden Fischen, Kalamaren, Tintenfischen und anderen Weichtieren.

Ihre Nester bauen Nazcatölpel am Boden. Im Abstand von neun Tagen werden zwei Eier gelegt. Man vermutet, dass dies eine Art Versicherung ist, falls mit dem ersten Jungtier etwas passiert, denn nur ein Jungtier wird grossgezogen. Normalerweise befördert das ältere und stärkere Jungtier das jünger aus dem Nest, wodurch dieses nicht mehr gefüttert wird. Es wird so zur leichten Beute oder verhungert.

Im Schatten - Nazcatölpel mit Jungem, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Im Schatten – Nazcatölpel mit Jungem
Nazcatölpel mit Ei, Vögel auf Galápagos
Nazcatölpel mit Ei

Fregattvögel (Fregata magnificens)

Als Piraten der Lüfte sind Fregattvögel bekannt. Sie greifen andere Vögel an, um ihnen ihre Beute abzujagen. Für Seevögel haben sie nämlich ein Problem, ihr Gefieder ist nicht wasserabweisend. Deshalb können sie nur Fische, die sich an der Wasseroberfläche befinden, fangen. Wahrscheinlich haben sie sich deshalb auch auf Diebstahl spezialisiert. An Land erbeuten sie junge Schildkröten sowie Eier und Küken.

Auf Galápagos kommen der grosse Fregattvogel und der prächtige Fregattvogel vor. Die Unterschiede sind klein. Der grosse Fregattvogel schimmert am Nackengefieder grün, der prächtige Fregattvogel dagegen violett.

Während der Balz bläst das Fregattvogel-Männchen seinen roten Kehlsack zu einem Ballon auf, um die Weibchen zu beeindrucken. Dazu schlägt er mit den Flügeln, klappert mit dem Schnabel und wirft den Kopf nach hinten, sobald sein Auge eine Dame erblickt. Im Flug erkennt man sie gut an ihrem charakteristischen Aussehen. Sie brüten auf Büschen und ziehen jeweils ein Jungtier gross.

Fregattvögel können während des Fluges schlafen. Sie sind ausdauernde Flieger und können bis zu 3.000 km am Stück zurücklegen.

Fregattvogelpaar, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Fregattvogelpaar
Beim Balzen ein Fregattvogel Männchen, Vögel auf Galápagos
Ein Fregattvogel Männchen beim Balzen
Ein Fregattvogel Weibchen im Flug, Vögel auf Galápagos
Ein Fregattvogel Weibchen im Flug

Braunpelikan (Pelecanus occidentalis)

Der Braunpelikan ist ein eleganter Flieger. Er kann 24 Stunden am Stück fliegen und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 56 km/h. An Land wirkt er dagegen eher unbeholfen und watschelt. Er hat eine beeindruckende Flügelspannweite von bis zu 2,50 m. Das Gefieder ändert sich farblich in der Paarungszeit.

Seine Jagd auf Beute ist außergewöhnlich. Er erbeutet seine Beute im Sturzflug. Aus einer Höhe von 10 bis 20 m stürzt er sich wie ein Pfeil geformt ins Meer. Luftsäcke unter den Augen dämpfen den Aufprall. Dennoch taucht der Pelikan bis zu einem Meter tief ins Wasser. Diese Form der Jagd müssen die Jungvögel erst erlernen. Er ernährt sich von Fisch und legt dabei einen gesunden Appetit an den Tag. 10 Prozent seines Körpergewichts muss er täglich an Fisch fressen.

Seine Nester baut er auf Bäumen, Sträuchern und Mangroven. Die Weibchen legen meistens 2 Eier, die von beiden Partnern bebrütet werden. Auch die Aufzucht erfolgt durch beide Elternteile.

Sturzflug eines Braunpelikans, Tiere auf den den Galápagos Inseln
Sturzflug eines Braunpelikans
Im Hafen von Santa Cruz, Pelikan auf dem Geländer, Vögel auf Galápagos
Im Hafen von Santa Cruz – Braunpelikan auf dem Geländer
Im Flug ein Braunpelikan, Vögel auf Galápagos
Im Flug ein Braunpelikan

Galápagostaube (Zenaida galapagoensis)

Die Galápagostaube ist auf den Galápagosinseln endemisch und brütet auf dem Boden oder in Felshöhlen. Meist hält sie sich auf dem Boden auf, auch wenn sie fliegen kann. Die hübsche Galápagostaube hat ein braunes Gefieder und einen schicken blauen Ring um die Augen. Für den Opuntia-Kaktus übernimmt sie die Rolle des Bestäubers. Wegen des Mangels an Bienen sind die Opuntia-Kaktusstacheln im Laufe der Zeit weicher geworden, so dass die Galápagos-Taube die Pflanzen bestäuben, ihre Früchte fressen und die Samen verteilen kann.

Galápagostaube, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Immer in Bewegung – die Galápagostaube

Galápagos Spottdrossel (Nesomimus parvulus)

Auf den Galápagos Inseln kommen vier Sprottdrosselarten vor: die Hood-Spottdrossel, San-Cristobal-Spottdrossel, Galápagos-Spottdrossel und Charles-Spottdrossel. Auch wenn die meisten die Finken für die Evolutionstheorie von Darwin verantwortlich machen, so waren es doch eigentlich die Spottdrosseln, die in seinem Buch «Die Entstehung der Arten» erscheinen. Die Finken kamen erst viel später. Die Spottdrosseln wanderten vom Festland ein und passten sich dem Leben auf der Insel an.

Ihre Ernährungsweise änderte sich, so fressen sie auf Galápagos häufig Aas. Gelegentlich erbeuten sie auch noch lebende Nestlinge. Sie sammeln vom Rücken der Meeresleguane Zecken ab und trinken sogar das Blut verwundeter Tiere. Auch die Brutbiologie zeigt deutliche Abweichungen. Sie leben in Gruppen, die ein gemeinsames Revier verteidigen. Bei drei der vier Arten wird das dominante Paar von den anderen Gruppenmitgliedern in den Brutbemühungen unterstützt. Bei diesen sogenannten Bruthelfern handelt es sich überwiegend, jedoch keineswegs ausschließlich um Nachkommen früherer Bruten.

Die Galápagos Spottdrossel ist endemisch auf den Galápagos-Inseln und ist leicht zu erkennen. Neugierig kommt sie immer wieder zu den Besuchern der Inseln gehüpft. Ihre Nester baut sie in Kakteen und Bäumen.

Neugierig beobachtet die Spottdrossel uns, Vögel auf Galápagos
Neugierig beobachtet die Spottdrossel uns
Spottdrossel im Sand, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Spottdrossel im Sand

Darwinfinken

Die Darwinfinken sind eine Gruppe von 14 Singvögeln, die mit Ausnahme der Kokosfinken auf den Galápagos-Inseln endemisch sind. Sie stammen von Festlandsartgenossen ab und haben sich auf den verschiedenen Inseln zu eigenständigen Arten entwickelt.

Die Bezeichnung Darwinfinken wurde durch den Ornithologen David Lack eingeführt, der sich intensiv mit den Finken auseinandersetzte. Wobei die Bezeichnung Finken irreführend ist, da die Darwinfinken nicht zur Familie der Finken (Fringillidae), sondern zu den Tangaren (Thraupidae) gehören.

Die vom Festland nach Galápagos ausgewanderten Exemplare waren vermutlich körnerfressende Finken. Da sie auf den einzelnen Inseln unterschiedliche ökologische Nische besetzten passten sie sich den vorhandenen Nahrungsquellen an und entwickelten einen für die Nahrung zweckmässigen Schnabel. Die Form des Schnabels ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen den Arten. Um Samen zu knacken ist ein breiter, kräftiger Schnabel hilfreich, wer sich von Kaktusfrüchten oder Pollen ernährt, benötigt einen eher spitzen Schnabel.

Darwin Finken können sich innerhalb von zwei Generationen an Veränderungen im Nahrungsanbot anpassen, was nicht zuletzt an der Schnabelform abgelesen werden kann.

Darwinfink, Vögel auf Galápagos
Unverkennbar am Schnabel – ein Darwinfink
Darwinfink, Vögel auf Galápagos
Darwinfink

Sonstige Vögel

Galápagos Flycatcher, Tiere auf den Galápagos Inseln - Vögel
Auf einem Lavafelsen sitzend ein Galápagos Flycatcher
Goldwaldsänger auf Galápagos, Vögel auf Galápagos
Goldwaldsänger auf Galápagos
Braunmantel Oyster Catcher, Vögel auf Galápagos
Braunmantel Oyster Catcher

Tiere auf den Galápagos Insel – Reptilien

Bei den Reptilien gibt es Arten deren Alter deutlich älter als das Alter der ältesten Galápagos Insel geschätzt wird. Dazu gehören die Riesenschildkröten und die Land- sowie die Meerechsen. Man schätzt, dass die Echsen 10 Millionen Jahre alt sind. Die ältesten der heutigen Inseln sind maximal drei Millionen Jahre alt. Die Forscher erklären sich das so, dass durch die vulkanischen Aktivitäten Inseln im Laufe der Zeit gesunken sind, während neue Inseln entstanden, die dann auch fortlaufend besiedelt wurden. Vor allem die verschiedenen Echsen sind allgegenwärtige Tiere auf den Galápagos Inseln.

Galapagos Riesenschildkröten (Chelonoidis nigra)

Das spanische Wort Galápagos, nach dem das Archipel benannt wurde, wird mit «Wulstsattel» übersetzt und beschreibt den besonderen Panzer der Tiere. Insgesamt lebten auf den Inseln 15 verschiedene Arten der Riesenschildkröten. Fünf Arten gelten als ausgestorben. Die bekannteste Galápagos Riesenschildkröte war «Lonesome George», der letzte seiner Art. Alle Kreuzungsversuche mit ähnlichen Arten scheiterteten. Heute ist er in der Darwin Forschungsstation auf Santa Cruz präpariert zu bewundern. In 2015 wurden allerdings einige Exemplare einer seit 150 Jahren als ausgestorben geltenden Art wiederentdeckt.

Die Riesenschildkröten übernehmen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie werden deshalb auch als «Gärtner» der Galápagos Inseln bezeichnet, da sie auf den Inseln über große Entfernungen Samen verbreiten. Daher hängt von ihren Wanderungen das Überleben vieler Baum- und Pflanzenarten ab.

Galápagos Riesenschildkröte, Reptilien Galápagos
Galápagos Riesenschildkröte im Gras

Galápagos Landleguan bzw. Drusenkopf (Conolophus subcristatus)

Landleguane sind große, schwer gebaute Echsen. Diese vorsintflutlich anmutenden kleinen Drachen fressen mit Vorliebe Opuntien, eine stachlige Kaktusart. Grosse Stacheln entfernen sie, indem sie mit den Vorderfüssen das Kaktusstück auf dem harten Boden herumrollen. Die Kaktusfrüchte verschlucken sie in wenigen Bissen. Mit den Opuntien können die Leguane in Trockenzeiten problemlos ihren Wasserbedarf decken.

Manche dieser Landleguane müssen bis zu 10 km wandern, um geeigneten Boden für die Eiablage zu finden. Die Opuntien wachsen oft auf harten Lavaböden, wo die Leguane keine Mulden oder Höhlen graben können. Sie können die Eier so auf ihrer Insel vorhanden auch in Sand oder unter Laub legen. Ein Gelege besteht aus bis zu 25 Eiern. Die Jungtiere schlüpfen nach drei bis vier Monaten.

Beim Fressen - Galápagos Landleguan, Reptilien auf Galápagos
Beim Fressen – Galápagos Landleguan
Galápagos Landleguan, Reptilien Galápagos
Vorsintflutlich anmutender Galápagos Landleguan

Meerechsen (Amblyrhynchus cristatus)

Morgens sieht man die schwarzen Reptilien auf den Felsen an der Küste in der Sonne liegen. Sie wärmen sich auf, denn sie sind wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur von der Umgebungstemperatur abhängt. Die Meeresleguane sind die einzigen Eidechsen der Welt, die sich aus dem Ozean ernährt. Sie fressen Algen und Tang. Mit ihrer Nahrung nehmen sie auch viel Salz auf. Um das wieder loszuwerden, stoßen sie Salzkristalle durch eine Drüse in der Nase aus. Dazu niesen die Meerechsen die konzentrierten Salzkristalle in Form von einem weißen Puder in die Luft. Daher haben auch manche Tiere einen weisslichen Kopf.

Die Grösse der Meeresleguane variiert von Insel zu Insel. Genauso die Farbveränderung zur Paarungszeit, die ab Dezember/Januar beginnt. Man vermutet als Ursache für die unterschiedlichen Farben, unterschiedliche Mineralienzusammensetzung der Nahrung. Weibchen scheint aber eher die Grösse als die Farbe des Partners zu beeindrucken. Sie legen etwa fünf Wochen nach der Paarung jeweils ein bis sechs Eier in Sandhöhlen. Die Jungen sind ab dem Zeitpunkt des Schlüpfens selbständig.

Zur Nahrungsaufnahme können die Leguane bis zu 45 Minuten tauchen. Je älter die Tiere sind, umso länger und umso tiefer können sie tauchen. Jüngere Tiere suchen ihre Nahrung bei Ebbe. Grössere Tiere verlieren ihre Körperwärme nicht so schnell, weil ihre Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpervolumen klein ist. Die ungewöhnliche Lebensweise der Meerleguane wird durch dicht gebaute, also schwere Knochen unterstützt. Da der Auftrieb im Wasser dann geringer ist, können sie besser tauchen.

Auf dem Weg zum Wasser - Meerechse, Reptilien auf Galápagos
Auf dem Weg zum Wasser – Meerechse
Schwarze Meerechse auf schwarzem Fels, Reptilien auf Galápagos
Schwarze Meerechse auf schwarzem Fels
Meerechse beim Tauchgang, Reptilien auf Galápagos
Meerechse beim Tauchgang

Galápagos Lavaechsen (Tropidurus Microlophus)

Lavaechsen sieht man überall in der Sonne sitzen. Ihre Feinde sind Vögel wie der Galápagosbusshard oder die Sumpfohreule und Schlangen. Sobald ein «Feind» wahrgenommen wird, verschwinden sie blitzschnell. Auf Galápagos gibt verschiedene Arten dieser Lavaechsen, einige sind endemisch. Die Grösse und die Körperzeichnung der Lavaechsen variiert sehr stark und ist abhängig von ihrem Lebensraum. So sind Lavaechsen, die auf Vulkangestein leben deutlich dunkler als Lavaechsen, die auf sandigem Gelände leben.

Kaktus mit Wächter - Lavaechse, Reptilien auf Galápagos
Kaktus mit Wächter – Lavaechse
Lavaechse, Reptilien Galápagos
Sich sonnende Lavaechse

Tiere auf den Galápagos InselRaubtiere

Galápagosseelöwe (Zalophus wollebaeki)

Die Seelöwen sind allgegenwärtige Tiere auf den Galápagos Inseln. Sie kommen sogar an Bord und ruhen sich ein wenig auf dem Schiff aus, wenn es ankert. Sie liegen im Schatten von Bushaltestellen, auf den Stegen im Hafen und natürlich überall auf den Inseln am Strand. Die an Land so träge wirkenden Tiere sind im Wasser unglaublich wendig und elegant und auch neugierig. Beim schnorcheln kommt schon mal der eine oder andere jüngere Seelöwe vorbei und schaut sich die Touristen aus der Nähe an, bevor er blitzschnell wieder verschwindet. Seelöwen gehören zur Familie der Ohrenrobben. Sie können in Wassertiefen von bis zu 200 m tauchen und nutzen dabei ausschliesslich die Vorderflossen.

Nach der Geburt der Jungen verschwindet die Seelöwenmutter erst einmal im Wasser, um sich zu stärken. Die unglaublich niedlich aussehenden Jungen warten am Ufer auf die Rückkehr der Mutter. Die Mutter erkennt ihr Junges nur am Geruch. Deshalb lasst euch niemals, unter keinen Umständen dazu hinreissen, ein solch süsses Seelöwenbaby anzufassen. Mit einem fremden Geruch an sich, wird das Baby von der Mutter nicht mehr gefüttert und muss elendig verhungern.

Junger Galápagosseelöwe, Raubtiere Galápagos
Junger Galápagosseelöwe
Wenige Stunden altes Baby eines Galápagosseelöwen, Raubtiere Galápagos
Wenige Stunden altes Baby eines Galápagosseelöwen
Unter Wasser - Galápagosseelöwe, Raubtiere Galápagos
Unter Wasser – Galápagosseelöwe

Galápagos-Seebär (Arctocephalus galapagoensis)

Die endemischen Galápagos Seebären leben an den westlichen Felsküsten der Galápagos Inseln, welche sie nur verlassen, um zu jagen. Ihr ganzes Leben bleiben sie in der Nähe der Inseln. Die Seebären ernähren sich vorwiegend von Fisch und Weichtieren. Jagen gehen sie nachts.

Erwachsene Seebären verteidigen in der Paarungszeit ein Stück Küste, auf dem möglichst viele Weibchen wohnen mit aller Kraft gegen andere Männchen. Dies ist energie- und zeitaufwendig. Deshalb verlieren die Männchen in dieser Zeit viel Gewicht. In El Niño Jahren, wenn die Wassertemperatur des Meeres ansteigt und deshalb nur wenige Nährstoffe im Wasser sind, es also auch weniger Fische gibt, kann dieser Gewichtsverlust für die Seebärenmännchen tödlich enden. Wir treffen die Seebären im Ruhemodus an. Ihr Treiben im Wasser erinnert an eine Ballettaufführung. Diese Tiere gehören mit zu unseren absoluten Favoriten auf den Galápagos Inseln.

Seebär Portrait, Insel Santiago, Raubtiere auf Galápagos
Portrait eines Seebären, Santiago
Seebären Ballett auf der Insel Santiago, Raubtiere Galápagos
Seebären Ballett auf der Insel Santiago

Tiere auf den Galápagos InselKrabben

Rote Klippenkrabbe (Grapsus grapsus)

Die Rote Klippenkrabbe oder auch Felskrabbe wie sie manchmal genannt wird, sieht man überall auf Galapagos. Sie hat die Fähigkeit, sich so fest an die Felsklippen zu klammern, dass Wellen sie nicht wegreissen können. Insofern ist ihr bevorzugter Lebensraum auch in der Brandung. Interessant ist auch die Fähigkeit Gliedmaßen zu regenerieren, wenn sie verloren gehen.

Sie ernährt sich hauptsächlich von Algen. Dabei benagt sie die Felsen, um den dünnen Algenbewuchs oder Meeresorganismen abzugrasen. Gelegentlich verspeist sie aber auch Aas.

Rote Klippenkrabben, Krabben auf Galápagos
Rote Klippenkrabben

Geisterkrabbe (Ocypode gaudichaudii)

Geisterkrabben sind die schnellsten Läufer aller Krebstiere mit 3,4 Meter pro Sekunde. Das macht es einigermassen schwierig sie zu fotografieren. Ihre Augenstiche ermöglichen es ihnen, 360ᵒ zu sehen, um potenzielle Raubtiere und Beutetiere zu erkennen. Ihre Sicht ist so präzise, dass sie Insekten aus der Luft holen können. Sie fressen organische Stoffe wie Algen und tierische Abfälle aus dem Sand sowie tote Fische, Insekten und Meeresorganismen.

Geisterkrabben verdanken ihren Namen ihrer Geschwindigkeit, Krabben auf Galápagos
Geisterkrabben verdanken ihren Namen ihrer Geschwindigkeit
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