Von Bangkok nach Ayutthaya in die alte Königsstadt Siam

Bild Verkehr in Bangkok

Ankunft in Bangkok und Weiterreise nach Ayutthaya

Wir entfliehen dem Winter und nutzen die Sportferien im Februar, um etwas Sonne in Thailand zu tanken.  Die Reise haben wir 6 Monate im Voraus gebucht. Wir versuchen wieder eine Kombination aus Kultur mit Ayutthaya, der alten Königsstadt Siam und dem Historical Park in Sukhothai, etwas Abenteuer mit einer Übernachtung auf einem Flosshaus und dem Dschungel in Khao Sok und etwas Erholung in Ao Nang zu organisieren.

Weiss man, was man will, kann man über die Internetplattform trip.me direkt mit Leuten vor Ort im jeweiligen Land eine individuelle Reise ausarbeiten. Wir haben es bereits mehrmals ausprobiert und sind immer wieder begeistert, sowohl über die Zusammenarbeit im Vorfeld, den einen oder anderen Insidertipp, den wir so nie gefunden hätten, als auch den reibungslosen Ablauf.

Die internationalen Flüge buchen wir direkt bei der Fluglinie der Wahl. Da wir an die Schulferien gebunden sind, wählen wir die Flüge nach kurzer Reisezeit und günstigen Abflugzeiten aus. In diesem Fall bringt Swiss uns mit der neuen, engeren Bestuhlung der Boeing 777 nicht wirklich komfortabel, aber direkt nach Bangkok. Bevor wir unser Gepäck am Flughafen einsammeln, decken wir uns mit der Landeswährung ein. Vor der Gepäckausgabe gibt es diverse staatlich kontrollierte Geldwechsler, bei denen man zu einem vernünftigen Kurs Geld wechseln kann. Wir sind rechtzeitig am Gepäckband als die Gepäckrückgabe beginnt.

Das Warten am Gepäckband ist stets der Moment der Wahrheit. Sind alle Taschen angekommen? Damit steht und fällt der Spass einer Rundreise, auch wenn wir Reisetaschen meist etwas über Kreuz packen, d.h. jeder hat auch eine Notfalltüte mit Kleidung von einem anderen Familienmitglied in der Tasche. Zusätzlich haben wir im Handgepäck stets Ersatzkleidung passend für den Ankunftsort.

Glücklicherweise kommen alle Taschen schnell hintereinander, so können wir uns zum Ausgang begeben. Erleichtert erkennen wir in der Menge der Wartenden unseren Namen auf einem Schild. Wir haben unseren Fahrer gefunden, welcher uns nach Ayutthaya fahren wird. Wir folgen ihm zum Ausgang und können unser Glück gar nicht fassen, denn der kleine Bus, zu dem er uns führt, ist unglaublich luxuriös. Nicht nur, dass wir mit Erfrischungstüchern, kalten Getränken und Knabbereien verwöhnt werden, sogar WLAN wartet im Auto auf uns. Dies freut die Kinder natürlich besonders. Entspannt beginnen wir die erste Etappe unserer Reise.

Trotz kleineren Staus wegen Baustellen auf der Strasse erreichen wir nach 70 km Ayutthaya bevor beide Hotelzimmer bezugsbereit sind. Immerhin das Zimmer der Kinder ist fertig. So werfen wir dort alle Taschen rein, machen uns einen Kaffee, ziehen uns um und springen in den Pool.  Auf dem Rücken im Pool dümpelnd können wir die Tempelanlage Wat Phutthaisawan auf der anderen Seite des Flusses sehen.

Bild Pool mit dem Tempel Wat Phutthaisawan im Hintergrund
Pool mit dem Tempel Wat Phutthaisawan im Hintergrund

Bereits beim Check-in sehen die Kinder die Werbung des Hotels für Bootstouren zu Tempelanlagen und sind gleich Feuer und Flamme. So buchen wir uns ein Boot für die Sonnenuntergangstour und haben genug Zeit, uns vorher im Pool vom Flug zu erholen.

Tempelbesichtigung per Boot zum Sonnenuntergang

Zum vereinbarten Zeitpunkt wartet das Boot am Bootsanleger vom Hotel auf uns und bringt uns als erstes zur Tempelanlage auf der anderen Seite des Flusses, wo wir ein wenig Zeit zur Besichtigung haben. Leider laufen wir erst in die falsche Richtung und landen im noch aktiven Teil des Tempels, wo wir in traditionell gekleidete Mönche hineinlaufen. Da es auch dort viele interessante Details zu sehen gibt, z.B. die 7-köpfige Schlange an einem Geländer oder die Steinkobra in den Wasserpflanzen, finden wir den alten Teil des Tempels erst ganz zum Schluss und haben kaum Zeit, ihn zu geniessen. Am Ende suchen wir uns alle noch gegenseitig, weil einer dem anderen Bescheid geben wollte, dass der Bootsführer wartet.

Bild Figuren am Eingang der Fluss-Seite - Wat Phutthaisawa Ayutthaya
Figuren am Eingang der Fluss-Seite – Wat Phutthaisawa Ayutthaya
Bild Moderner Tempelbau - Wat Phutthaisawan Ayutthaya
Moderner Tempelbau – Wat Phutthaisawan Ayutthaya
Bild Ruhender Buddha - Wat Phutthaisawan, Ayutthaya
Ruhender Buddha – Wat Phutthaisawan, Ayutthaya

Weiter geht es mit dem Boot durch die Stadt. Wir biegen so oft in Seitenarme des Flusses ein, dass wir bald jede Orientierung verlieren. Der Fluss mit seinen ganzen Seitenarmen und verschiedenen Eindrücken begeistert uns sofort.

Bild Wasserpflanzen trotz hohem Verkehrsaufkommen - Ayutthaya
Wasserpflanzen trotz hohem Verkehrsaufkommen – Ayutthaya
Bild Häuser entlang des Flusses, Ayutthaya
Häuser entlang des Flusses, Ayutthaya
Bild Um die nächste Kurve auf dem Fluss, Ayutthaya
Um die nächste Kurve, Ayutthaya

Uns begegnen grosse Lastkähne, die von kleinen Schleppern um die Kurven gezogen werden. Wir fahren vorbei an Tempelanlagen, Villen, aber auch ärmlichen Häusern. Der Bootsführer fährt extra für die Kinder zu einem Arbeitselefanten, der am Fluss wohnt. Angekettet ist er gar nicht erfreut über den Besuch und versucht uns mit wedelnden Ohren und Scheinangriffen zu vertreiben.

Bild Der Elefant mit wedelnden Ohren, Ayutthaya
Der Elefant, Ayutthaya

Der Weg zum Sonnenuntergangstempel führt uns vorbei an urigen Fabrikgebäuden, kleinen Tempeln, Pagoden etc. Es gibt viel zu sehen…

Bild Fabrik am Fluss in Ayutthaya – was hier wohl produziert wird?
Fabrik am Fluss in Ayutthaya – was hier wohl produziert wird?

Schliesslich kommen wir rechtzeitig vor Sonnenuntergang am gleichnamigen Tempel an, wo wir mit Hunderten von anderen Besuchern darauf warten, dass die Sonne hinter dem Tempel versinkt.

Bild Wat Chai Watthanaram bei Sonnenuntergang - Ayutthaya
Wat Chai Watthanaram – Ayutthaya

Von da aus geht es direkt zum Hotel zurück. Die Zeit verflog nur so. Inzwischen macht sich auch ein kleiner Hunger und eine gewisse Müdigkeit bei allen bemerkbar. Da es in unserem Hotel kein Abendessen gibt und die Lust noch weit zu laufen nicht so ausgeprägt ist, statten wir dem Nachbarhotel einen Besuch ab. Das Personal macht uns gleich darauf aufmerksam, dass es in der Küche etwas länger dauert, weil sie einen grossen Empfang für einen deutschen Autobauer geben.

Da wir aber schön auf der Gartenterrasse sitzen und auf die nun beleuchteten Tempel sehen, beschliessen wir, dass etwas länger warten besser ist, als etwas weiter zu laufen.

Bild Wat Phutthaisawan beleuchtet, Ayutthaya
Wat Phutthaisawan beleuchtet, Ayutthaya

Wat Phra Si Sanphet, Phra Ram Park und Wat Mahathat

«Etwas länger» ist allerdings ein dehnbarer Begriff, vor allem da die Hotelgäste scheinbar bevorzugt bedient werden. Den Kindern fallen schon fast die Augen zu, als endlich das Essen kommt.

So wünschen sie sich, am nächsten Morgen ausschlafen zu dürfen, während wir früh aufstehen. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem TukTuk des Hotels zum Wat Phra Si Sanphet, wo wir fast die einzigen Besucher sind. Die hier lebenden Hunde sind alle sehr nette Zeitgenossen.

Bild 2 Wat Phra Si Sanphet - Ayutthaya
Wat Phra Si Sanphet – Ayutthaya
Bild 1 Wat Phra Si Sanphet - Ayutthaya
Wat Phra Si Sanphet – Ayutthaya

Von dort führt unser Weg zum Mahathat Tempel durch einen schönen Park mit vielen Brücken und Inseln. Wir geniessen die Ruhe und beobachten eine Frau, die Wasserkresse im Teich erntet. Auch die Störche laden ein, zu verweilen. So gehen wir von Brücke zu Brücke und finden immer wieder einen kleinen Tempel, einen urigen Picknickplatz oder eine Buddha-Statue.

Bild Spiegelung im See – Phra Ram Park, Ayutthaya
Spiegelung im See – Phra Ram Park, Ayutthaya

Am Tempel Wat Mahathat angekommen, müssen wir feststellen, dass schon richtig viel Betrieb herrscht und es vorbei ist mit der besinnlichen Ruhe. Trotzdem besichtigen wir dieTempelruine noch und sind erstaunt über die Schieflage manchen Bauwerks. Beeindruckt sind wir von dem von Wurzeln umwachsenen Gesicht Buddhas.

Bild 2 Wat Mahathat, schiefer Turm mit Buddha im Vordergrund - Ayutthaya
Wat Mahathat – Ayutthaya
Bild 1 Schiefer Turm Wat Mahathat - Ayutthaya
Schiefer Turm Wat Mahathat – Ayutthaya
Bild Buddha von Baumwurzeln umwachsen - Wat Mahathat, Ayutthaya
Buddha umwachsen – Wat Mahathat, Ayutthaya

Nun müssen wir uns leider langsam beeilen, auch ist es inzwischen richtig heiss und feucht geworden. Die TukTuk-Fahrer wollen hier den 3fachen Preis gegenüber der Hinfahrt, so laufen wir zurück durch den Park und nehmen am anderen Ende des Parks ein deutlich günstigeres TukTuk zum Hotel zurück.

Während wir noch überlegen, ob die Kinder rechtzeitig für das Frühstück aufgestanden sind und ob sie wohl Zeit hatten, dem Pool noch einmal einen Besuch abzustatten, sind wir auch schon wieder im Hotel und finden zufriedene und gesättigte Kinder vor, die gerade ihre sieben Sachen packen. Auch wir machen uns fertig, denn pünktlich 11.45 Uhr werden wir von einem anderen Fahrer und Guide erwartet, die uns nach Sukhothai begleiten.

Alle Beiträge zur Reise in Thailand findet ihr unter den folgenden Links in der Reihenfolge der Reise:


Die Reisetipps zu Thailand, einschliesslich Besichtigungstipps für Ayutthaya findet ihr unter:

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