Mostar – zwischen Kriegsnarben und magischen Momenten

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Die berühmte Brücke in Mostar ist eine Fussgängerbrücke, die zu einer alten Festung am Fluss führt.

Wenn mich 2022 ein Land besonders berührt hat, dann Bosnien-Herzegowina, das wir auf unserem Roadtrip durch den Balkan besucht haben. Ein besonderes Highlight ist die Stadt Mostar, die den meisten Menschen wohl noch aus der Zeit des Bosnienkrieges 1992 ein trauriger Begriff ist. An Urlaub denkt man da spontan wohl eher nicht. Dennoch ist das pittoreske Mostar ein beliebtes Ausflugsziel von Tagestouristen aus Dubrovnik, die vormittags in Bussen anreisen, über den orientalischen, bunten Basar laufen und am frühen Abend wieder zurück gen Kroatien pilgern. Seine besondere Magie versprüht Mostar jedoch erst, wenn etwas Ruhe in den malerischen, kleinen Gassen einkehrt und der abendliche Ruf des Muezzin über das Tal hallt. Wenn man entspannt einen traditionellen bosnischen Kaffee in einem der zahlreichen Cafes trinkt und aus den Hinterhöfen der Duft von Grillplatten und lokalen Spezialitäten dringt. Eine unvergleichliche Aussicht habt ihr von der Dachterrasse der Bijeli Bar. Mit einem Sundowner in der Hand schaut ihr auf die berühmte Brücke Stari Most, den Sonnenuntergang und die Dächer, Kuppeln und Minarette der Stadt.

Mostar ist auch 30 Jahre nach dem Bosnienkrieg eine geteilte Stadt, auch wenn Stari Most längst wieder aufgebaut wurde und mit seinen Brückenspringern ein berühmtes Touristen-Highlight ist. Die Kriegsnarben sind überall in der Stadt sichtbar. Sowohl auf muslimischer als auch auf kroatischer Seite sind Gebäude von Einschusslöchern und Bombenkratern gezeichnet. Dies sollte einen jedoch nicht davon abhalten Mostar zu besuchen und mindestens 2 Übernachtungen einzuplanen. Die Menschen sind unglaublich freundlich, fleißig und bestrebt nach Frieden, Freiheit und besseren Zeiten.

Restaurants zu beiden Seiten des Flusses warten in Mostar auf Gäste. Spitz ragen zwei Minarette in den Himmel.

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Nadine vom Reiseblog Planet Hibbel

Nadine berichtet auf ihrem Reiseblog Planet Hibbel seit 2011 über die großen und kleinen Abenteuer mit ihrer Familie. Was während ihrer Elternzeit in Thailand mit Baby und Kindergartenkind aus einer Strandlaune heraus begann, hat sich über eine Dekade später zu einem der bekanntesten Familienreiseblogs Deutschlands entwickelt.

Mittlerweile reist sie mit Teenagern und versucht, unseren wunderschönen Planeten so achtsam und umweltbewusst wie möglich zu entdecken. Individuelle Trips, Outdoor-Abenteuer, nachhaltige Unterkünfte und eine klimafreundliche Anreise stehen dabei im Fokus.

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