Zahlungsmittel in Sri Lanka

Bargeld Sri Lanka

Wenn dies deine erste Reise nach Sri Lanka ist, hast du sicher einige Fragen rund ums Geld. Welches ist der beste Zahlungsmittel-Mix (Bargeld, Plastikkarten) für Sri Lanka? Wie können die Gebühren niedrig gehalten werden? Werden Kreditkarten in Sri Lanka akzeptiert oder brauche ich überhaupt eine Kreditkarte? Kann ich die ec-Karte benutzen? Im folgenden Beitrag geben wir unsere Erfahrungen rund um Zahlungsmittel in Sri Lanka wieder.

Bargeld

Wer nach Sri Lanka reist, muss sich eher früher als später die lokale Landeswährung besorgen. An Bargeld führt in Sri Lanka kein Weg vorbei. Umtauschkurse und Gebühren können die Bargeldbeschaffung verteuern. Deshalb empfiehlt es sich, sich schon im Vorfeld mit den aktuellen Umtauschkursen bekannt zu machen. Nur so kann man einschätzen, ob ein Kurs gut oder schlecht ist. Wir nutzen als Anhaltspunkt gern den Währungsrechner von Oanda.

Bargeld kann man bei Wechselstuben am Flughafen und bei grösseren Hotels (schlechterer Umtauschkurs) tauschen oder an Geldautomaten (ATMs) abheben. Allerdings sind Geldautomaten nicht überall zu finden. Vor allem in touristischen Orten und grösseren Städten findet man sie.

Die offizielle Währung in Sri Lanka ist die Sri Lanka Rupie (RS). Scheine gibt es zu 20, 50, 100, 200, 500, 1000, 2000 und 5000 Rupien. Auch Münzen zu 25 Cent, 50 Cent, 1 Rupie, 2 Rupien, 5 Rupien und 10 Rupien sind im Umlauf.

Zahlungsmittel Nummer 1 - Bargeld Sri Lanka
Zahlungsmittel Nummer 1 – Bargeld Sri Lanka

Das Zahlungsmittel der Wahl in Sri Lanka ist das Bargeld. Kreditkarten werden von allen grösseren Hotels und bei der Supermarktkette Food City akzeptiert. Bei kleineren Ladengeschäften ist es sehr unterschiedlich, ob Kreditkarten akzeptiert werden oder nicht.

Hinweis: Die Sri Lanka Rupie ist keine international gehandelte Währung. Die letzten Rupien könnt ihr am einfachsten am Flughafen für Mitbringsel ausgeben, aber Achtung: Bei manchen Fluggesellschaften muss man auch noch eine Abfluggebühr bezahlen, bei anderen ist die Gebühr bereits im Ticketpreis enthalten. Vom Rücktausch am Flughafen würde ich im Chaos abraten. Die Wechselstuben befinden sich hinter vergitterten Scheiben an der Aussenseite des Abfluggebäudes. Kommuniziert wird per Lautsprecher. Dort drängeln sich aber auch alle Passagiere mit Gepäck an der ersten Eingangskontrolle, um ins Gebäude hineinzukommen.

Wechselstube am Flughafen

Den besten Umtauschkurs haben wir in der Wechselstube bei Ankunft am Flughafen erhalten. Der offizielle Umtauschkurs beim Währungsrechner von Oanda war 180 Rupien für einen Schweizer Franken. Wir erhielten 179 Rupien pro Schweizer Franken ohne weitere Gebühren. Der Plan war eigentlich mit dem umgetauschten Betrag durch den Urlaub zu kommen.

Direkt bei Ankunft nach der Gepäckausgabe, noch bevor man in den offiziellen Wartebereich kommt, gibt es 5 Wechselschalter. Diese Schalter machen sich untereinander keine Konkurrenz. Sie alle hatten identische Kurse für Schweizer Franken, Euro und Dollar. Sie unterschieden sich vor allem bei der Annahme sonstiger Währungen. An unserem Schalter wiesen beispielsweise Schilder daraufhin, dass der Südafrikanische Rand nicht mehr angenommen würde.

Durch diese Praxis bilden sich keine langen Schlangen. Die Touristen tröpfeln von der Gepäckausgabe herein und verteilen sich gleichmässig auf die Schalter.

Auch unserer Bitte nach unterschiedlicher Stückelung der Banknoten wurde problemlos nachgekommen. Eine Geldzählmaschine prüft stets zwei Mal, was der Angestellte bereits manuell gezählt hat. So bekamen wir zwar wunschgemäss auch 100, 200, 500 und 1000 Rupien Scheine, aber dafür wurde das Geldbündel sehr dick.

Tipp: Nehmt euch unbedingt die Zeit, das Geld noch am Schalter gut zu verstauen. Sobald ihr in den Wartebereich kommt, wird es selbst mitten in der Nacht sehr voll. Familienangehörige, Guides und Fahrer warten auf die Ankommenden. Da wir zur Verlustminimierung das Bargeld immer in verschiedenen Portemonnaies und Brieftaschen verstauen, artete es bei dem dicken Geldbündel etwas in Arbeit aus.

Geldabheben am Geldautomaten

Unser geplanter Bargeldbedarf hat natürlich nicht ausgereicht. Dafür verantwortlich waren einerseits die etwas unterschätzten Trinkgelder und andererseits die spontane Safari in den Yala Nationalpark, die wir bar bezahlen mussten. Insofern mussten wir gegen Ende des Urlaubs doch noch Geld abheben. Für uns sind die Gebühren bei der Abhebung von Bargeld mit der ec-Karte deutlich günstiger als mit der Kreditkarte. So suchten wir einen Geldautomaten, bei dem man die ec-Karte benutzen kann. Unser Fahrer hielt bei einer grossen Filiale der Commercial Bank.

Dort brauchten wir zwar ein paar Anläufe bis der Geldautomat Geld ausspuckte, aber die Ursache war ein zu hoher Rupien Betrag. Also verzweifelt nicht, wenn der Geldautomat behauptet, er könne euch kein Geld geben. Spielt mit dem Betrag und ggf. mit der Art der Karte. Wir mussten bei der Eingabe zwischen vier Kartentypen auswählen.

Tipp: Achtet darauf, dass die Sicherheitskameras nicht eure Pineingabe filmen können.

Anschliessend stellten wir uns noch am Schalter an, um die 5.000 Rupien Scheine in kleinere Scheine zu tauschen. Im Laufe des Urlaubs lernten wir, dass das Wechseln grösserer Scheine häufig problematisch ist.

Wieder zu Hause ergab allerdings ein Blick in die Kontoauszüge, dass der Umtauschkurs der Bank deutlich schlechter war als beim Tausch in der Wechselstube und zusätzlich noch von beiden Banken Gebühren erhoben wurden.

Kreditkarte

Zu einem guten Zahlungsmittel-Mix für Sri Lanka gehören neben Bargeld auch Kreditkarten. Auch wenn sie nicht überall als Zahlungsmittel akzeptiert werden, werden sie doch zur Vorauszahlung möglicher Krankenhaus- oder Arztkosten benötigt. Selbst wenn du eine Auslandskrankenversicherung hast, musst du meist erst einmal in Vorlage treten. Da nicht alle Geldautomaten ec-Karten akzeptieren, kann eine Kreditkarte auch zur Bargeldbeschaffung dringend notwendig sein. Je touristisch erschlossener die Gebiete Sri Lankas sind, in denen du dich aufhältst, desto eher kannst du mit Kreditkarte bezahlen.

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