12 – Von Cachi durch das spektakuläre Valle Calchaquies nach Cafayate und weiter bis nach Tafi del Valle

Nach dem Frühstück müssen wir uns von Cachi verabschieden. Wir folgen der Ruta 40 in Richtung Cafayate. Vor Cafayate führt die Strasse durch das Valle Calchaquies. Es handelt sich um eine unbefestigte Strasse in der Breite eines Fahrzeugs. Der Weg führt uns an einigen Gehöften vorbei, wo lange Reihen von Peperoni zum Trocknen auf dem Boden liegen.

Bild Lange Reihen von Peperoni zum Trocknen in der Sonne auf dem sandigen Boden
Lange Reihen von Peperoni zum Trocknen auf dem Boden
Bild Karge Landschaft mit Kakteen und Bergen, darüber strahöed blauer Himmel
Landschaft mit Kakteen und Bergen

In vielen Kurven folgt die Strasse einem breiten Flussbett mit wenig Wasser. Immer wieder müssen Felsnasen umrundet werden. Es staubt ordentlich beim Fahren. Glücklicherweise sind wir fast allein unterwegs.

Bild Die Ruta 40 auf dem Weg nach Cafayate ist eine Sandpiste, die sich in vielen kleinen Kurven an der Talseite entlanf der Felsen schlängelt. Man kann selten sehen, was hinter der nächsten Felsnase vielleicht entgegenkommt.
Die Ruta 40 auf dem Weg nach Cafayate

Im Verlauf der Fahrt öffnet sich die Landschaft, breite Felder und Wiesen mit weidendem Vieh zum Fluss auf der einen Seite und Hügel auf der anderen Seite begleiten uns nun. Schulkinder laufen auf der Strasse in einer kleinen Ortschaft. Ein wenig später fangen die Hügel an sich zu verändern. Im losen Gestein kommen ausgewaschene Felsformationen zum Vorschein.

Bild Der Blick weitet sich und zeigt Weiden und Felder in einem weiten topfebenen Tal. Im Hintergrund rotbraune Bergzüge unter fast wolkenlosem Himmel.
Der Blick weitet sich und zeigt Weiden und Felder
Bild Die Berge verändern ihr Aussehen (Valle Calchaquies). Rotbraun wachsen sie fast senkrecht aus der Talsohle nach oben wie die Mauern einer Trutzburg. An ihren Füssen Schüttkegel von rotbraunem Sand und kleinen Steinen aus ihrer Verwitterung.
Die Berge verändern ihr Aussehen
Bild Fast könnte man glauben, im Monument Valley zu sein. Rotbraune Trutzburgfelsen stehen einzeln in der hügeligen Landschaft (Valle Calchaquies).
Fast könnte man glauben, im Monument Valley zu sein

In der Ferne sieht man bizarre Felsformationen, die der Fluss wohl ausgewaschen hat. Immer wieder halten wir an und versuchen die Schönheit der Landschaft festzuhalten. Bevor man die geteerte Ruta 68 erreicht, geht es direkt durch das Felsenmeer.

Bild spektakuläre Felsen am gegenüberliegenden Ufer im Valle Calchaquies. Ein rotbraunes Felsgewirr wild verwittert in allen Richtungen.
spektakuläre Felsen am gegenüberliegenden Ufer
Bild Scheinbar führt die Schotterstrasse direkt in den Himmel. Valle Calchaquies, zeigt die Strasse in Mitten wilder Felsformationen mit schräg aufwärts gerichteten Schichtlinien darin.
Scheinbar führt die Strasse direkt in den Himmel

Die Strasse wird etwas breiter. Gut, dass wir den Linienbus erst hier im Gegenverkehr treffen, vorher wäre es schwierig geworden, auf der schmalen Strasse aneinander vorbei zu kommen.

Bild Gegenverkehr im Valle Calchaquies. Ein grosser Reisebus kommt uns auf der Schotterpiste zwischen den rotbraunen Felsen entgegen. Zum Glück ist die Piste hier breit genug für 2 Spuren.
Gegenverkehr, Valle Calchaquies
Bild Schon wieder ändern die Felsen ihr Aussehen und ihre Struktur (Valle Calchaquies). Jetzt sind sie rot-weiss gestreift enlang der nun fast senkrecht gestellten Schichtlinien in den Felsen.
Schon wieder ändern die Felsen ihr Aussehen und ihre Struktur
Bild Jetzt kommt noch Farbe ins Spiel. Die Felsen links und rechts der Schotterpiste sind noch weisslich, während die vor uns quer zur Strasse verlaufende Felskette ein durchgehendes dunkles Rotbraun aufweist. Das ganze unter bleuem Himmel.
Jetzt kommt noch Farbe ins Spiel

Cafayate ist ein netter Ort. Wir besorgen uns Empanadas und essen diese gemütlich am Park. Rund um den Ort reiht sich ein Weingut ans andere. Gerne würden wir hier im Ort bleiben und einem Weingut einen Besuch abstatten. Leider müssen wir weiter, denn die gebuchte Übernachtung liegt 120 km entfernt in Tafi del Valle, was wir Jörg zu verdanken haben. Bei der Reisevorbereitung ging es ihm nicht schnell genug, so dass er helfen wollte. Deshalb hat er diese Übernachtung ausgesucht. Nun, in Zukunft darf ich mir alle Zeit der Welt nehmen …, aber davon später.

Auf dem Land nimmt das Alter der Fahrzeuge zu. Tiere werden auf Pickups transportiert oder laufen allein auf der Strasse. Auch das Pferd wird als Transportmittel genutzt.

Bild Wie sich das Schwein auf dem alten Pickup wohl so fühlt. Auf der Ladefläche des vor uns fahrenden, uralten, rostzerfressenen Pickup vor uns steht ein Schwein.
Wie sich das Schwein auf dem alten Pickup wohl so fühlt
Bild Die Kuh findet den Heimweg wohl allein. Auf der anderen Strassenseite läuft uns am Rand eine einsame braunweisse Kuh entgegen. Kein Mensch oder Fahrzeug weit und breit zu sehen.
Die Kuh findet den Heimweg wohl allein

Wir fahren nach Tafi del Valle. Endlich geht es wieder in die Berge. Wir überqueren die Passhöhe Abra El Infiernillo mit 3.042 m Höhe in dichten Wolken, d.h. wir sehen absolut nichts von der Landschaft. Dafür sind unglaublich viele Fahrzeuge unterwegs. Die Strasse führt dann in vielen Serpentinen in den Ort hinunter, der auf 2.014 m liegt.

Der Ort Tafi del Valle, der in der Karte so nett mit einem See und einer Palme eingezeichnet ist, ist auf eine riesige Fläche verteilt. Überall laufen Pferde und Kühe frei herum. Die Einwohner verbarrikadieren ihre Grundstücke mit ausgefeilten Verschlüssen, damit die Pferde die Tore nicht öffnen und genussvoll über die Gärten herfallen können.

Die Gastgeber unserer Unterkunft, einem B&B, sind sehr nette, französisch sprechende Spanier, die sich hier den Traum von einem künstlerisch gestalteten Ökohaus erfüllt haben. Mit natürlichen Materialien aus der Region gebaut, und mit vielen liebevollen Details gestaltet. Nur scheinbar wurde bei den Gästeunterkünften bei den Heizkosten gespart. Egal warum, sowohl das Zimmer der Kinder im Haupthaus als auch unser Bungalow im Garten hat ein Feuchtigkeitsproblem. Dieser muffig-modrige Geruch hängt allem an, den Haaren genauso wie der Kleidung, die wir aus der Reisetasche holen. Um überhaupt bei dem Geruch schlafen zu können, reissen wir alle Fenster auf und machen uns zum Frass der Mücken.

Bild Das schöne Ökohaus unserer Gastgeber in Tafi del Valle.
Das schöne Ökohaus

Als noch schlimmer stellte sich die Essensempfehlung unserer Gastgeber heraus. Das Restaurant ist ungemütlich und leer, was uns eigentlich hätte vorwarnen können. Auf der Karte werden Touristenmenüs angeboten. Obwohl wir wohlweislich die Touristenmenüs gemieden haben, war es das schlechteste Essen im ganzen bisherigen Urlaub. Wir werden nie wieder einen Fuss in ein Restaurant mit Touristenmenüs setzen.

Dieser Umweg ist nicht nur überflüssig, sondern regelrecht fürchterlich.

Die anderen Beiträge zur Reise in Argentinien findet ihr unter den folgenden Links:


Die Beiträge zu den Teilen unserer grossen Südamerika-Reise 2014 in andere Länder findet ihr unter:


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