Erlebniswelt MoMö Museum in Arbon

Auch wenn der Name MoMö als erstes Assoziationen zum MoMA allein wegen der Namensgebung aufkommen lässt, dreht sich beim MoMö alles um den Saft. Das MoMö ist das Museum der Mosterei und Brennerei Möhl. Die Geschichte reicht ins Jahr 1895 zurück und wird im modernen Museum vor allem über informative Videos, alte Maschinen und einige Fotos lebendig.

Saftpresse vergangener Tage vor dem Eingang des MoMö
Saftpresse vergangener Tage vor dem Eingang des MoMö

Während wir anstehen, um die Eintrittstickets zu bezahlen, summt es laut um unsere Köpfe. Suchend blicke ich mich nach dem Insekt mit dem tiefen Sound um, aber es ist das Summen von Bienen aus dem Verstärker. Da die Bienen eine wichtige Rolle als Bestäuber der Apfelbäume spielen, wird ihnen in der Ausstellung, aber vor allem im Garten Raum eingeräumt.

Vom Apfelbaum auf den Tisch

Angefangen hat die Familie Möhl mit einem Restaurant. Das MoMö Museum zeichnet die wichtigsten Stationen der einzelnen Generationen auf dem Weg zum modernen Unternehmen nach.

Vom Apfelbaum auf den Tisch könnte das Motto der Ausstellung sein. Eine sympathische Bauersfamilie zeigt auf, welche Arbeitsschritte innerhalb eines Jahres von der Pflege der Apfelbäume bis zur Ernte und Anlieferung der Äpfel in der Mosterei notwendig sind.

Die Verwandlung des Apfels in unterschiedliche Produkte beginnt mit dem Waschen der Äpfel und dem Pressen des Saftes. Danach trennen sich die Wege je nachdem, ob noch ein Gärungsprozess oder die Lagerung in riesigen Eichenfässern für den typischen Geschmack eines Produktes notwendig sind.

Ein Film zeigt auch die Herstellung der Eichenfässer mit einem Volumen von 21.000 Litern. Am Ende werden die Produkte in verschiedene Flaschen für den Verkauf abgefüllt. Im Keller kann man die grossen Fässer sehen. Wer mag, kann sich zum Schluss im Kino eine kleine Zusammenfassung ansehen.

Apfelsaftfässer im MoMö
Apfelsaftfässer im MoMö

Die Firma Möhl stellt aber nicht nur Apfelsaft, sondern auch Apfelwein und diverse Sorten Cider her.

Genuss für die Sinne

Nach dem Besuch des MoMö’s bietet sich überdies eine Verkostung an, die nicht zum Museumsbesuch gehört. Wir lassen uns die Unterschiede der verschiedenen Cider Sorten erklären und probieren einen rosa Cider, welcher aus Redlove Äpfeln der Firma Lubera hergestellt wird und einen Cider mit Grapefruitsaft. Jetzt weiss ich, dass ich mit den Redlove Äpfeln meines Apfelbaums mehr als nur leckeres rötliches Apfelmus zubereiten könnte. Dazu lassen wir uns im Garten eine leckere Wähe schmecken.

Blick vom Parkplatz auf die Terrasse des MoMö
Blick vom Parkplatz auf die Terrasse des MoMö

Bevor es auf Besichtigungstour in der Altstadt von Arbon weitergeht, drehen wir noch eine kurze Runde durch den bienenfreundlichen Garten mit dem grossen Kinderspielplatz.

Hättet ihr es gewusst? - Bienenpfad im MoMö
Hättet ihr es gewusst? – Bienenpfad im MoMö

Wir beobachten viele Leute, die sich einfach mit einem Kaffee oder Glas Apfelsaft in den Garten setzen und das schöne Wetter geniessen.

Souvenirs, Souvenirs

Für alle, die auf der Suche nach einem nicht alltäglichen Geschenk sind, bietet sich ein Blick in den Museumsshop an. Dort findet ihr alle Arten von festen und flüssigen Geschenken rund um das Thema Apfel. Einige der (experimentellen) Cider Sorten werden nur in kleinen Mengen hergestellt und sind nur im Museum oder im Getränkemarkt nebenan erhältlich.

Deshalb schauen wir noch im naheliegenden Getränkemarkt der Firma vorbei und kaufen uns einen Vorrat der degustierten Cider für warme Sommerabende Zuhause auf der Terrasse. Zum Probieren nehmen wir noch zwei Flaschen gehopften Cider mit. Dieser Cider schmeckt uns extrem gut. Nun müssen wir schauen, ob wir den auch bei einem unserer Getränkehändler im Sortiment finden.

Gut zu wissen

Das MoMö findet ihr in der St. Gallerstrasse 213 in 9320 Arbon.

Öffnungszeiten
Montag und Dienstag geschlossen
Mittwoch 9.00 bis 18.30 Uhr
Donnerstag und Freitag 9.00–21.00
Samstag und Sonntag 9.00–17.00
Letzter Museumseinlass ist eine Stunde vor Schliessung.

Eintritt: 9,- CHF

Leider ist hier im Eintrittspreis keine Kostprobe der Produkte enthalten.

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