Mit dem Mietwagen unterwegs im Oman

Mietwagen buchen

Bevor ihr einen Mietwagen im Oman bucht, sollte die Reiseroute halbwegs feststehen. Für Fahrten in die Wahiba Sands oder zum Jebel Al Akhdar und einige andere Orte braucht ihr zwingend einen 4×4 Mietwagen.

Die Freiheit, immer um die nächste Kurve und dann weiter und immer weiter zu fahren, ist nur motorisiert möglich

Spartipp: Meistens ist der Mietpreis für einen Mietwagen im Oman davon abhängig, ob man eine begrenzte Kilometeranzahl (meist 200 km pro Tag) oder unlimitierte Kilometer bucht. Wenn man vorher überschlägt, wieviel Kilometer man Pi mal Daumen fährt, weiss man mit welcher Regelung man günstiger fährt. Für uns war es günstiger das Fahrzeug mit den limitierten Kilometern zu buchen und am Ende noch umgerechnet ca. 25 Schweizer Franken für die Mehrkilometer zu bezahlen als den deutlich höheren Mietpreis für unlimitierte Kilometer zu bezahlen.

Wie in den letzten Jahren immer, haben wir wieder über Rentalcars gebucht. Dieser internationale Mietwagen-Händler sitzt in Irland und hat eine Hotline in vielen Sprachen und bietet zu den Mietwagenbuchungen auch Rundherum-Sorglos-Versicherungspakete. Wir buchen seit Jahren mit guten Erfahrungen über Rentalcars.

Tipp: Lasst euch vor der Buchung schriftlich bestätigen, dass ihr mit dem 4×4 Mietwagen auch offroad fahren dürft. Wir sind bei einem 4×4 selbstverständlich davon ausgegangen und haben dann am Schalter bei der Abholung zur Kenntnis nehmen müssen, dass wir offroad ohne Versicherungsschutz fahren. Einige Unterkünfte sind aber nur offroad zu erreichen. Für solche Details könnt ihr Rentalcars kontaktieren. Sucht ein Fahrzeug aus und lasst es euch mit der «Merken- Funktion» an eure E-Mail-Adresse senden. Kontaktiert dann gezielt per Mail (reservierungen@rentalcars.com) zu diesem Fahrzeug den Kundendienst und fragt an. Der Kundendienst wird sich mit euch in Verbindung setzen.

Für den Oman wird ein internationaler Führerschein zusätzlich zum Landesführerschein empfohlen. Wir haben ihn nicht vorlegen müssen.

Fahren im Oman

Das Autofahren im Oman ist nicht schwer. Strassenschilder werden nicht nur in Arabisch, sondern auch Lateinisch angeschrieben. Die Schreibweisen sind jedoch unterschiedlich, da die lateinischen Namen nach phonetischer Aussprache in Buchstaben umgesetzt wurden. Ein Beispiel ist Jebel, Jabal, Dschebel etc.

Die Strassen sind gut ausgebaut. Im Süden sind die Strassen sehr verkehrsarm, dafür sind immer wieder Tiere auf der Strasse. In Muscat kann man vor allem gegen Abend im Stau stehen. Verpasste Ausfahrten können eine Strecke ungeahnt verlängern. Bumps in kleinen Ortschaften und bei Kreuzungen auf Landstrassen sind manchmal gut getarnt, wenn die gelbe Farbe und das Achtungszeichen fehlen. Ihre Höhe scheint nicht normiert und variiert sehr.

Bild Kamele auf der Autobahn zeigt 4 Kamele, welche gemütlich auf der Überholspur laufen und eines welches auf dem Standstreifen läuft.
Kamele auf der Autobahn

Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten strikt eingehalten werden. Wir haben noch in keinem Land vorher so viele Blitzer gesehen. Bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h fängt der Mietwagen lautstark an zu piepen und hört nicht eher auf als bis die Geschwindigkeit unter diese Grenze sinkt. Allerdings entsprachen die 120 km/h auf dem Tacho nur einer Geschwindigkeit von 108 km/h laut Navi. Insofern wundert euch nicht, wenn die Einheimischen euch überholen.

Im Oman haben wir im offline-Modus mit der here-App navigiert. Wichtig ist es am Abend vorher mit WLAN schon mal nach den Zielen am nächsten Tag zu suchen, dann findet die here-App sie auch offline. Kleine Ortschaften findet sie u.U. nicht, dann kann man aber einen Ort in der Nähe suchen. In Muscat hatte die App allerdings manchmal Probleme. An einer Stelle wollte sie uns beharrlich stets von der Autobahn herunter zu führen, um uns dann drei Mal um die Ecke wieder auf die Autobahn zurück zu führen.

Fahren unter Alkohol-Einfluss ist genauso verboten, wie jede Form von Alkohol in der Öffentlichkeit. Alkohol kann man sowieso nur in Hotels erwerben. In grossen Supermärkten wird allerdings alkoholfreies Bier verkauft.

Manche Strassen führen durch einen meist trockenen Flusslauf (Wadi). Im Fall von Unwettern oder in der Monsunzeit im Süden können die Strassen in diesen Abschnitten überflutet sein. Schilder geben Auskunft, ab welcher Wassertiefe man lieber warten sollte.

Im Bild sieht man ein Strassenschild, welches davor warnt, dass es u.U. zu Überflutungen kommt. Im roten Achtungsdreieck sieht man die Strasse von Wasser unterbrochen. Darunter steht in einem roten Rechteck, dass man anhalten soll, wenn das Wasser die Schildkannte erreicht.
Diese Schilder findet man überall da im Oman, wo man ggf. mit Wasser rechnen muss.

Lest doch mal in unseren Reiseberichten, was wir im Oman so erlebt habt.

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