Am Anfang war die Idee

Eine eigene Website erstellen, diese Idee geistert mir schon seit längerer Zeit im Kopf herum. Allerdings war dann immer etwas Anderes. Die Zeit ging ins Land, die Kinder wurden älter, das Haus war endlich in einem letzten Kraftakt fertig renoviert. Und auf einmal war die Zeit reif, die Idee umzusetzen: Meinen eigenen Reiseblog erstellen.

Erster Schritt – die Recherche

Eine eigene Website erstellen, ist nicht so einfach, wenn man keine Ahnung hat. Deshalb fing ich, mich umzusehen, welche Plattformen für die Erstellung und Gestaltung von Websites in Frage kommen.

So habe ich mir als erstes die Baukastensysteme Wix, Jimdo und WordPress näher angesehen. Im zweiten Schritt habe ich mir dann viele Websites angesehen, die mit den unterschiedlichen Baukastensystemen erstellt wurden. Ich gelangte recht schnell zur Überzeugung, dass ich mit WordPress die meisten Möglichkeiten hätte. Die Vorstellung vom Aussehen meiner Website war zu diesem Zeitpunkt noch recht schwammig, aber dass ich mehr als eine 0815-Lösung wollte, war schon klar.

Zweiter Schritt – Fragen beantworten

Lesen bildet! So habe ich als nächstes das Buch «Website-Konzeption» von Jens Jacobsen durchgearbeitet. Der dicke Wälzer geht von einer Agentur aus, die für einen Kunden eine Website erstellen oder relaunchen soll. Von der Planung über die Konzeption, Umsetzung bis hin zum Betrieb geht der Autor auf alle Stationen des Projektes «Website erstellen» ein. Unter der Überschrift «Was will der Auftraggeber», stellt er Fragen, die vor Beginn der Planung geklärt werden sollten. Da ich in diesem Szenarium ja mein eigener Kunde war, musste ich demzufolge diese inquisitorischen Fragen für mich selbst beantworten.

Herauszufinden, was ich genau mit der Website will, war schwieriger als gedacht. Mit der eigenen Website wollte ich irgendwie beide Hobbies, Reisen und Fotografieren zusammenbringen und das Hobby zur Berufung machen. Bisher habe ich Urlaubsberichte für Freunde und Verwandte geschrieben und als Ratgeber amtiert.

Bevor ich meinen eigenen Reiseblog erstellen konnte, hiess es über Fragen brüten wie: Wer ist meine Zielgruppe und was bedeutet das für die Website? Welche Inhalte sind interessant? Wie könnte man diese strukturieren? Welche Funktionen soll die Website haben? Gibt es weitere Inhalte, die für andere Leser interessant sein könnten? Wie könnte man eventuell Geld verdienen, damit die Website sich in einem ersten Schritt selbst trägt?

Dritter Schritt – Konkurrenzanalyse

Die Konkurrenzanalyse von Reiseblogs hat mir vor allem gezeigt, was mir nicht gefällt. Und wenn ich mir so Rankings wie «die 50 besten Reiseblogs» angesehen habe, da hätte ich andere Favoriten gehabt. Erst später habe ich herausgefunden, dass diese Rankings auf wenigen Leservorschlägen beruhen.

Leider habe ich nicht die richtigen Fragen bei der Kokurrenzanlayse gestellt. Ich habe mich als Leser gefragt: Wie finde ich schnell die Informationen von Interesse? Welchen optischen Eindruck macht der Blog auf mich? Vergessen habe ich die Frage, ob es eventuell Kriterien gibt, die das Ranking einer Website in den Suchmaschinen verbessern. Zusätzlich ist es ja nicht damit getan, eine eigene Website zu erstellen. Sie muss ja auch in den sozialen Medien beworben werden. Wie ich heute weiss, hat der Aufbau einer Website sehr viel damit zu tun.

Vierter Schritt – den Berg bezwingen

Irgendwo in diesem Buch bin ich über einen Satz gestolpert, der etwas ausgelöst hat. Sinngemäss handelte er davon, dass die richtige Planung und Weichenstellung am Anfang viel Kosten und Nerven am Ende sparen. Spätestens da wurde mir bewusst «ich fange mal mit dem Reiseblog an und dann schauen wir, wohin es führt», keine Option war.

Ganz oder gar nicht – das war nun der Punkt, an dem ich eingeschüchtert vor einem riesigen Berg stand und das Gefühl hatte, das schaffst du nie in endlicher Zeit allein. Also habe ich das Projekt «eigene Website erstellen» meiner Familie vorgestellt.

Jörg war schnell begeistert. In seiner Jugend hatte er mit verschiedenen Programmiersprachen experimentiert. Webdesign war nie dabei.

Die Mädels waren ebenfalls begeistert. Sie haben gleich allen Freunden erzählt, dass ihre Mutter einen eigenen Reiseblog erstellt und mich damit gar nicht unter Zugzwang gesetzt. Wobei es nicht schlecht ist, wenn Familie und Freunde von einem solchen Vorhaben wissen. Zum einen kommen interessante Nachfragen. Und zum anderen kommt immer wieder die Frage, wann der Reiseblog denn endlich online ist. So ist Schwanz einklemmen und aufgeben, wenn mal wieder alles nicht funktioniert, gar keine Option.

Einen eigenen Reiseblog erstellen

Dieser Weg ist steinig und hat mir schon die eine oder andere schlaflose Nacht bereitet. Was so einfach aussieht, erweist sich manchmal doch als knifflig. Da habe ich eine Idee und dann kann ich sie nicht realisieren. Häufig sind es die kleinen Sachen, die einen in die Verzweiflung treiben. Deshalb kombinieren wir den Reiseblog mit dem BlogBlog. Der BlogBlog ist so etwas wie das Tagebuch über die Entstehung des Reiseblogs. Im nächsten Beitrag könnt ihr lesen, wie wir unser Farbkonzept gefunden haben.

Update: Sehr viel später, als mein Reiseblog schon lange online war habe ich die Website von Janneke gefunden. Sie gibt unglaublich viele praktische Tipps und vor allem hat sie einen Blogfahrplan für alle, die eine eigene Website erstellen wollen. Ich hätte mir so viele Fehler ersparen können, wenn ich die Website vorher entdeckt hätte.

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