Das Bergell – ein Tal in dem die Zeit stehengeblieben scheint

Für heute hat der Wetterbericht Regen angesagt. Die scheinbar obligatorische Wolke hängt in St. Moritz wieder fast bis auf den Boden. Ein Blick auf die Satellitenkarte zeigt, dass es im Bergell erst ab Abend regnen soll, also fahren wir heute ins Bergell. Wir starten unsere Erkundungen vor der italienischen Grenze im kleinen Ort Castasegna. Dort wandeln wir durch Kastanienwälder und lernen viel über die Esskastanien. Wir begeben uns auf Spurensuche der Giacomettis. Vom mittelalterlichen Städtchen Soglio lassen wir uns genauso verzaubern wie Berühmtheiten vor uns. Bevor uns der Regen einholt, werden wir noch in Vicosoprano mit der Hexenverfolgung konfrontiert.

Noch kämpfen Wolken und Sonne um die Vorherrschaft. Auf dem Weg ins Bergell
Noch kämpfen Wolken und Sonne um die Vorherrschaft.
Blick über den Silsersee in Richtung Maloja, wo man über den gleichnamigen Pass nach unten ins Val Bregaglia fährt.
Blick über den Silsersee in Richtung Maloja, wo man über den gleichnamigen Pass nach unten ins Val Bregaglia fährt.

Das Bergell oder Val Bregaglia erreicht man, nachdem man sich in 14 Haarnadelkurven über den Maloja Pass nach unten geschraubt hat. Dass es 14 Kurven sind, habe ich gelesen, nicht gezählt. 220 Höhenmeter später erreicht man eine andere Klimazone. Auf beiden Talseiten erheben sich hohe Berge, die wie Zähne in den Himmel ragen. Hier herrscht mediterranes Klima. Deshalb wartet das Bergell auch mit den grössten Esskastanienwäldern Europas auf. Ein Grund für uns, etwas über Esskastanien zu lernen. Dazu fahren wir nach Castasegna, in den letzten Ort vor der italienischen Grenze.

Die Staumauer des Lägh da l'Albigna auf 2.163 m Höhe ragt bedrohlich über das Tal
Die Staumauer des Lägh da l’Albigna auf 2.163 m Höhe ragt bedrohlich über das Tal

Castasegna – ein Ort der Überraschung

Von der Umgehungsstrasse kommend, fährt man mitten durch die schmale Hauptstrasse des Ortes und macht ordentlich Lärm Dank des Kopfsteinpflasters.

Castasegna hat als Ort im Bergell südländisches Flair und mediterranes Klima
Castasegna hat südländisches Flair und mediterranes Klima

Wir parken das Auto, studieren die Karte und finden den Einstieg in den Kastanienlehrpfad. Bevor wir jedoch zu den Kastanien Selven aufsteigen, reibe ich mir verwundert die Augen. An der Villa Garbald weisst ein Schild daraufhin, dass die Villa nach Entwürfen von Gottfried Semper erbaut wurde.

Villa Garbald in Castasegna, Bergell
Villa Garbald in Castasegna

Sollte der berühmte Erbauer der Semper Oper in Dresden hier in einem kleinen Bergdorf im Bergell ein Haus entworfen haben? Ein kurzer Blick ins Internet bestätigt es jedoch. Semper entwarf die Villa 1862 für das Ehepaar Agostino und Johanna Garbald-Gredig als italienisches Landhaus. Es ist damit der einzige Semperbau südlich der Alpen. Nach seiner Dresdner Zeit und einigen Wanderjahren lebte und arbeitete Semper 16 Jahre lang in Zürich. Leider ist die Besichtigung der Villa nur nach Voranmeldung möglich.

Silvia Andrea ist der Küstlername unter dem Johanna Garbald-Gredig ihr literarisches Werk veröffentlichte. Zu ihrer Zeit war sie wohl eine wichtige Stimme der schweizer Literatur. 2014 wurden im Chronos Verlag 4 Werke neu verlegt. Davon ist «Das Bergell: Wanderungen in der Landschaft und ihrer Geschichte» zur Zeit im Buchhandel noch erhältlich.

Durchblicke in Castasegna, Bergell
Durchblicke in Castasegna

Unterwegs im Kastanienwald

Während wir langsam aufwärts steigen, sehen wir bereits Einzelexemplare von Kastanienbäumen in den Gärten. Manche haben sehr eigenartige Wuchsformen. Später lesen wir, dass das Entfernen der Krone eines alten Baums der Versuch ist, ihn beim Befall durch die sogenannte Tintenkrankheit zu retten. Durch das Entfernen der Krone regt man den Baum an, von unten frisch auszutreiben. Ungeachtet wie gagelig ein Baum aussieht, sie alle hängen voller Früchte.

In solchen Dörrhäusern werden im Bergell die Kastanien getrocknet
In solchen Dörrhäusern werden im Bergell die Kastanien getrocknet

Vorbei geht es an speziellen Dörrhäusern aus dem Dorf hinaus. Unten wird gefeuert. Rauch und Hitze steigen nach oben, wo die Kastanien auf Rosten zum Trocknen liegen. Nach sechs Wochen ist es schliesslich so weit: Die Kastanien können weiterverarbeitet werden.

Zuerst füllt man die Kastanien in spezielle Säcke und schlägt sie so lange an einen Baumstumpf bis sich die Schalen lösen. Anschliessend kommen sie in Schwingkörbe. Mit deren Hilfe trennt man die Kastanien von den Schalen. Zuletzt sortiert man sie mit Hilfe von Sieben nach Grösse.

Dörrhäuser umgeben von Kastanienbäumen, Castasegna
Dörrhäuser umgeben von Kastanienbäumen
Am oberen Fenster hängt eine Gardine in diesem kleinen Häuschen. Wofür es wohl genutzt wird? Castasegna
Am oberen Fenster hängt eine Gardine in diesem kleinen Häuschen. Wofür es wohl genutzt wird?

Wir geniessen den Weg durch die Kastanienselven. Das Wort Selve wird für Hochstammobstanlagen von veredelten Esskastanien verwendet. Wald würde es nicht treffend beschreiben, da man sich unter einem Wald eine dichtere Ansammlung von Bäumen vorstellt.

Licht und Schatten in der Kastanienselve - die Kastanien tragen nur an Ästen mit viel Licht. Kastanienlehrpfad Castasegna
Licht und Schatten in der Kastanienselve – die Kastanien tragen nur an Ästen mit viel Licht.

Verwendung der Esskastanie

Die Römer waren es. Ihnen verdanken wir die Verbreitung der Esskastanienbäume im ganzen Römischen Reich.

Die Esskastanie war in vielen Gegenden das Brot der armen Leute. Getrocknete Kastanien wurden zu Mehl gemahlen. Daraus stellt man Brot, Pasta, Polenta und sonstiges Gebäck her. Wohingegen nur ein kleiner Teil der Esskastanien frisch Verwendung findet. Gekocht oder geröstet stellen sie Beilagen dar. Als Dessert sind sie im Herbst unschlagbar. Egal ob als Eis, Vermicelli oder Kuchen – die süssen Kalorienbomben sind lecker.

Darüber hinaus braut man auch Bier und Likör aus Kastanien. Allerdings ist uns das Bier leider nirgendwo begegnet. Auch wenn Kastanienprodukte sich heute wieder grosser Beliebtheit erfreuen (die Kastaniennudeln waren oft ausverkauft), lohnt sich das Geschäft mit der Esskastanie gleichwohl nicht mehr. Der Aufwand, die Bäume zu pflegen, eingewanderte Schädlinge und Pilzkrankheiten zu bekämpfen, die manuelle, zeitintensive Ernte (das Aufsammeln der Plumpsfrüchte) und Verarbeitung stehen jedoch nicht im Verhältnis zum finanziellen Ertrag.

Der Kastanienlehrpfad

Wenngleich dieser Kastanienlehrpfad ins Leben gerufen wurde, um Castasegna, das unterste Dorf des Bergell touristisch attraktiver zu machen, können wir den Rundweg sehr empfehlen. Denn der Kastanienwald bildet einen bedeutenden Teil der Geschichte und Kultur des Bergell. Immer wieder geben Tafeln informative Auskünfte.

Auf unserem Pfad treffen wir auch die besonderen Mitarbeiterinnen der Mobiliar Versicherung – die «MoBees». Mit den Bienen schärft die Versicherung werbewirksam den Blick für die Bedeutung der Bienen für unsere Ernährung.

Die "MoBees" bei der Arbeit. Castasegna, Bergell
Die «MoBees» bei der Arbeit.

Im Moment blühen auf den Wiesen überall die Herbstzeitlosen. Das Colchicin ist jedoch für Mensch und Tier giftig. Inwiefern hier Tiere im Frühjahr, wenn die Blätter der Herbstzeitlosen herauskommen, weiden können, wissen wir nicht.

Herbstzeitlose blühen in den Wiesen, Castasegna
Herbstzeitlose blühen in den Wiesen
Zwischen den Kastanienbäumen sorgt ein Brunnen sorgt für Erfrischung - Castasegna
Zwischen den Kastanienbäumen sorgt ein Brunnen sorgt für Erfrischung

Auf dem Rückweg nach Castasegna kommen wir am Garten des Restaurants Casa Roccabella vorbei. Während wir schauen, ob es offen oder geschlossen ist, winkt uns der Koch herein. Deshalb machen wir es uns im Garten als einzige Gäste bequem. Das hat den Vorteil, dass viel Zeit zum Unterhalten und fachsimpeln über das Gärtnern bleibt. Das Restaurant wird von einem Ehepaar betrieben. Er kocht und sie bedient. Tomaten, Salat, Feigen – alles wird frisch aus dem Garten geholt. Auch über die klimatischen Unterschiede zwischen St. Moritz und dem Bergell erfahren wir einiges.

Für diesen frischen Salat mit Ziegenkäse würde ich sofort wieder nach Castasegna fahren
Für diesen frischen Salat mit Ziegenkäse würde ich sofort wieder nach Castasegna fahren

Wir geniessen anschliessend noch den Blick über Castasegna und laufen dann zum Auto zurück, um weiter nach Soglio zu fahren.

Tipp: Wer mehr rund um die Kastanie erleben möchte, sollte sich den Veranstaltungskalender des Kastanienfestivals im Bergell ansehen.

Castasegna von oben betrachtet
Castasegna von oben betrachtet

Soglio – ein Ort aus derVergangenheit

Von Castasegna kommend, erklimmen wir mit dem Auto das Bergdorf Soglio, welches auf 1.080 m am Berg thront.

Soglio kann man nur erahnen, weil sich der Kirchturm vorwitzig über die Kastanien erhebt.
Soglio kann man nur erahnen, weil sich der Kirchturm vorwitzig über die Kastanien erhebt.

Vor dem Ortseingang steht der stündlich verkehrende Postbus. Wir sind froh, dass wir ihm auf der schmalen Strasse nicht begegnen. Ein kleiner Parkplatz befindet sich vor dem Ortseingang. Als wir kommen, ist der Parkplatz voll, aber wir haben Glück. Während wir noch überlegen, was wir mit dem Auto machen, wird ein Platz frei.

Vom Parkplatz kommend, geht es zu Fuss durch Soglio, Bergell
Vom Parkplatz kommend, geht es zu Fuss durch Soglio
Ohne Wolken hätte man von Soglio einen beeindruckenden Blick auf das Sciora Massiv und den Felssturz bei Bondo
Ohne Wolken hätte man einen beeindruckenden Blick auf das Sciora Massiv und den Felssturz bei Bondo

Ohne Plan wandern wir anschliessend kreuz und quer durch die schmalen Gassen von Soglio. Es ist wie eine Zeitreise.

Wer wohl in den Ställen Soglios mit diesen Treppen gelebt hat?
Wer wohl in den Ställen Soglios mit diesen Treppen gelebt hat?
Egal wie schmal der Weg ist, für Blumen ist Platz - Soglio
Egal wie schmal der Weg ist, für Blumen ist Platz

Neben schmalen Gassen, alten Ställen und engen Häusern stehen in Soglio auch grosse Palazzi, die man hier nicht vermuten würde. Es sind die Herrenhäuser der Familie von Salis, einem alten Adelsgeschlecht. Sie sind wahrscheinlich im 13. Jahrhundert aus Como eingewandert. Seit 1876 wird der Palazzo als Hotel geführt. Wer fürstlich in altem Mobiliar übernachten möchte, ist hier richtig. Vielleicht hat man ja Glück und kann im einst von Rainer Maria Rilke bewohnten Zimmer nächtigen.

Tipp: Donnerstags gibt es um 16.00 Uhr eine Führung durch den Palazzo Salis. Dafür muss man sich vorher anmelden.

Der Palazzo Salis wurde 1630 als Wohnsitz für Baptist von Salis gebaut - Soglio
Der Palazzo Salis wurde 1630 als Wohnsitz für Baptist von Salis gebaut
Rückseite der Casa Antonio - Soglio
Rückseite der Casa Antonio – Soglio

Wir haben unseren Bummel durch Soglio sehr genossen. Im Bergell könnte man länger verweilen. Nachfolgend noch ein paar Eindrücke aus dem Ort.

Der überdachte, alte Waschbrunnen der Dorfgemeinschaft Soglio
Der überdachte, alte Waschbrunnen der Dorfgemeinschaft Soglio
Wie es sich wohl in diesem alten Haus in Soglio wohnt?
Wie es sich wohl in diesem alten Haus in Soglio wohnt?
Ummauerte Gärten mit interessanten Türen wecken die Neugier
Ummauerte Gärten mit interessanten Türen wecken die Neugier
Farbenfrohe Blumen schmücken diese Gasse in Soglio
Farbenfrohe Blumen schmücken diese Gasse in Soglio

Auf dem Weg zum Auto werfen wir noch einen letzten Blick auf die Berge. Künstler wie Segantini, Giacometti oder Rilke waren genauso begeistert von Soglio wie wir.

Beim Abschied aus Soglio geben die Wolken einen Blick auf die Berge hinter Soglio frei
Beim Abschied aus Soglio geben die Wolken einen Blick auf die Berge hinter Soglio frei

Auf Spurensuche der berühmten Giacometti Familie im Bergell

Wir verlassen Soglio und fahren weiter in Richtung Stampa. Dort begeben wir uns auf Spurensuche von Giacometti. Wahrscheinlich sind den meisten schon einmal Werke von Alberto Giacometti begegnet, aber wusstet ihr, dass er der Spross einer Künstlerfamilie aus dem Bergell war? Uns war es nicht bewusst.

Alles begann mit Zaccaria Giacometti sen., denn er war der Zeichenlehrer von Giovanni und Augusto. Giovanni der Vater von Alberto (Künstler) , Diego (Bildhauer und Designer), Ottilia und Bruno (Architekt), gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammen mit Cuno Amiet, Ferdinand Hodler und Félix Vallotton zur Avantgarde der Schweizer Kunst.

In Stampa steht das Centro Giacometti. Ein Schild weist darauf hin, dass es sich beim ehemaligen Hotel Piz Duan um das Geburtshaus von Giovanni Giacometti handelt. Vis à vis befindet sich ein Stall aus dem 18. Jahrhundert, den Giovanni Giacometti zum Atelier ausbaute. Später wurde es auch von Alberto genutzt. Um das Atelier besichtigen zu können, muss man sich jedoch in der Ciäsa Granda anmelden. Für einen Besuch des Museums Ciäsa Granda hat unsere Zeit leider nicht mehr gereicht.

Vom Parkplatz kommend, läuft man in Stampa direkt auf des Centro Giacometti zu
Vom Parkplatz kommend, läuft man in Stampa direkt auf des Centro Giacometti zu
Das Atelier von Giovanni Giacometti in Stampa, Bergell
Das Atelier von Giovanni Giacometti in Stampa

Bevor wir uns noch auf einen kurzen Stadtrundgang durch Vicosoprano begeben, halten wir noch bei der Kirche San Giorgio und dem Friedhof von Borgonovo. Zum einen liegt hier die ganze Giacometti Familie beerdigt. Zum anderen wird der Innenraum von einem Glasfester, welches Augosto Giacometti geschaffen hat, erhellt.

Kirche San Giorgio in Borgonovo - Bergell
Kirche San Giorgio in Borgonovo
Bleiglasfenster von Augosto Giacometti in der Kirche San Giorgio, Bergell
Bleiglasfenster von Augosto Giacometti in der Kirche San Giorgio

Vicosoprano, der alte Hauptort des Bergell

Bereits von der Strasse kommend, fällt einem dieser Ort ins Auge. Deshalb hatten wir uns schon auf dem Weg nach Castasegna vorgenommen, auf dem Rückweg hier anzuhalten. Und obwohl es schon recht spät ist und es sehr nach Regen aussieht, machen wir uns noch auf zur Ortserkundung.

Patrizierhäuser mit Wappen und Inschriften säumen die Strasse von Vicosoprano
Patrizierhäuser mit Wappen und Inschriften säumen die Strasse von Vicosoprano

Der alte Gemeinde- und Gerichtssitz aus dem Jahr 1583 fesselt unsere Aufmerksamkeit. Als erstes fällt einem eine Karte des Bergell auf der Hausfassade ins Auge.

Der alte Gemeinde- und Gerichtssitz von 1583 in Vicosoprano, Bergell
Der alte Gemeinde- und Gerichtssitz von 1583 in Vicosoprano
Auf die Zeitangaben auf dieser Karte können wir uns keinen Reim machen, zu Fuss erscheint es uns zu kurz - Vicosoprano Rathaus
Auf die Zeitangaben auf dieser Karte können wir uns keinen Reim machen, zu Fuss erscheint es uns zu kurz

Betritt man das Gebäude, so empfängt einen ein grosses, düsteres Wandgemälde.

Über zwei Etagen reichendes Wandgemälde im alten Rathaus von Vicosoprano, Bergell
Über zwei Etagen reichendes Wandgemälde im alten Rathaus von Vicosoprano

Dagegen wirkt der in Holz gehaltene Gerichtssaal fast heimelig. Uns erinnert er ein wenig an ein altes Schulzimmer. Die Zuschauerbänke sehen jedoch eher wie Kirchenbänke aus.

Der alte Gerichtssaal im Rathaus von Vicosoprano
Der alte Gerichtssaal im Rathaus von Vicosoprano

Demgegenüber ändert sich die Szenerie schlagartig, wenn man im Senvelenturm nach oben steigt. Dieser Turm aus dem 13. Jahrhundert wurde damals ins Rathausgebäude integriert. Mit dem Bau des Rathauses wurde der Turm zum Gefängnis umbaute. Aus dieser Zeit stammen auch die ausgestellten Folterinstrumente und die Schandmaske. Im Turm findet man auch die Hinweise auf die Galgensäulen im Wald. An diesen Galgen wurden allein 25 Personen wegen Zauberei hingerichtet. Auch andere Straftaten wurden im Wald gerichtet. Vom Erhängen über Enthaupten bis zum Verbrennen waren verschiedene Urteilsvollstreckungen möglich.

Die kleineren Verbrechen wurden wohl mit dem Pranger bestraft, der heute noch an der Aussenmauer des Rathauses zu sehen ist.

Aus diesem Blickwinkel kann man sowohl den Senvelenturm sehen, als auch an der Kante des Gerichtsgebäudes die Prangerkette mit dem Halsreif ahnen. Vicosoprano
Aus diesem Blickwinkel kann man sowohl den Senvelenturm sehen, als auch an der Kante des Gerichtsgebäudes die Prangerkette mit dem Halsreif ahnen.

Als wir das Rathaus verlassen, fängt es unmittelbar danach an zu regnen, so dass wir unseren Rundgang abbrechen und ins Auto flüchten.

Lichtstimmung bevor der Regen auf uns nieder geht als wir aus dem Rathaus von Vicosoprano herauskommen
Lichtstimmung bevor der Regen auf uns nieder geht als wir aus dem Rathaus von Vicosoprano herauskommen
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