Torres del Paine National Park

Die Torres del Paine sind drei markante Granitgipfel, die dem National Park seinen Namen gaben. Torres bedeutet übersetzt Türme. Mit etwas Glück sieht man sie in den blauen Himmel ragen. Der Torres del Paine National Park umfasst neben Bergen auch Gletscher, Seen und Flüsse und eine vielseitige Tierwelt. Auch wenn das Wetter bei unserem Besuch sehr stürmisch war, gehören die drei Tage im Torres del Paine NP zu den spektakulärsten Erlebnissen. Dramatische Wolken, blaue und grüne Gewässer und sonnenbeschienene Eisskulpturen. Mit unseren Reisetipps für den Torres del Paine National Park wollen wir dir helfen, deinen Besuch vorzubereiten.

Der Wind treibt die Wolken vor sich her und generiert Wellen im türkisblauen See. Eine Brücke führt zu einer Insel mit einigen Häusern. Die Torres schauen teilweise aus den Wolken - Torres del Paine Nationalpark
Patagonien ist für den Wind bekannt. Während unseres Aufenthaltes war er oft ein Thema.

Anreise zum Torres del Paine National Park

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der nächste Flughafen befindet sich im 312 km entfernten Punta Arenas. Der nächstgelegene Hafen ist Puerto Natales. Von Punta Arenas fahren regelmässig Busse nach Puerto Natales. Von dort gibt es Busverbindungen zum Torres del Paine Nationalpark. Ihr erreicht den Nationalpark mit Bus-Sur. Auf el recorrido findet ihr Busverbindungen von El Calafate nach Puerto Natales.

Hinweis. Als Ausländer solltest du dich allerdings vorher erkundigen, ob der Grenzübergang, den der Bus überquert, für dich offen steht (siehe auch unsere Chile Reisetipps von A bis Z). Im Rahmen der Eindämmung der Pandemie gibt es viele Einschränkungen.

Hinweis: Eine weitere Anreisemöglichkeit ist die Fähre von Puerto Montt nach Puerto Natales zu nehmen. Die Fährverbindung von Navimag bietet eine günstige Möglichkeit, durch die Fjorde zu fahren.

Manche Unterkünfte im Torres del Paine National Park bieten auch einen Shuttle Service an.

Anreise mit dem Mietwagen

Am bequemsten erreicht man den National Park jedoch mit einem Mietwagen. Will man nicht nur zu einer der beiden Mehrtages-Wanderungen (W-Trek oder O-Trek) aufbrechen, ist ein Mietwagen auch von Vorteil, um innerhalb des NP von A nach B zu kommen.

Die Route 9 North ist eine asphaltierte Straße, die Punta Arenas mit Puerto Natales und Villa Cerro Castillo (Grenze zu Argentinien) verbindet. Schotterstrassen führen zu den Eingängen Sarmiento und Laguna Amarga.

Die Straße Y-290, besser bekannt als Lago Porteño, ist ebenfalls eine Schotterstrasse, die Puerto Natales mit dem Eingang Serrano verbindet (80 km), nahe der Verwaltung des Parks. Ein weiterer wichtiger Zugangsweg ist der Grenzübergang Rio Don Guillermo, der mit der Stadt El Calafate in der Republik Argentinien verbunden ist. Der Ort Cerro Castillo ist 52 km vom Sarmiento Eingang und 58 km vom Laguna Amarga Eingang entfernt.

Eine breite Strasse mit Spurrillen und vielen Steinen führt zum Torres del Paine National Park, dessen Berge bereits im Hintergrund zu sehen sind. Ein Auto wirbelt Staub vor uns auf. Dunkle Wolken und sonnenbeschienene Stellen wechseln sich ab.
Auf so einer Strasse ist es gut, Abstand zum Vordermann zu halten, damit die Frontscheibe ganz bleibt.

Was du vorher wissen solltest

Im Torres del Paine Nationalpark gibt es keine Geldautomaten, also bringe genügend Bargeld mit. Und plane ein: Es kostet immer mehr, als du gedacht hast.

Auch Tankstellen gibt es keine im NP. Aus eigener Erfahrung können wir dir sagen: Es kann knapp werden. Eine Tankstelle geschlossen, dann ein Umweg wegen gesperrter Strassen, die Strecken im National Park summieren sich auch und schon wird es knapp bis du endlich eine Tankstelle in Puerto Natales findest.

Da auch die Lebensmittel aus Puerto Natales angeliefert werden müssen, hat im Torres del Paine National Park alles seinen Preis. Kommst du aus Argentinien wie wir, kannst du dich leider vorher nicht eindecken. Startest du allerdings in Punta Arenas oder Puerto Natales solltest du dich ausreichend mit Obst und Snacks versorgen.

Ein Kondor segelt mit gespreizten Federn über einem See.
Es braucht ein wenig Glück, um die Kondore so nah zu sehen.

Viele Unterkünfte versorgen sich selbst mit Windrädern, Sonnenkollektoren und Generatoren mit Strom. Es gibt also nicht immer und überall Strom oder gar Empfang. Insofern könnt ihr zwar oft theoretisch in den Unterkünften mit Kreditkarte bezahlen. Seid aber darauf vorbereitet, dass es genau dann nicht funktioniert, wenn ihr auschecken wollt. Wir sprechen da aus Erfahrung.

Unabhängig von der Reisezeit kann man im Torres del Paine Nationalpark alle 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben. Starke Winde, Regen, sogar Schnee und Sonnenschein sind möglich. Darauf solltest du vorbereitet sein.

Dunkler Strand, Die Berge gerade so in den dunklen Wolken zu erahnen. Ein grosser leuchtender gletscherblauer Eisberg bildet einen starken Kontrast zum Rest der Landschaft des Torres del Paine Nationalparks.
Das Wetter meint es an unserem ersten Tag nicht gut mit uns. Aber das Leuchten des Eisbergs motiviert uns, dann doch weiterzulaufen.

Eintritt in den Torres des Paine National Park

Der National Park wird von der chilenischen Forstbehörde CONAF betrieben.

Abhängig von der Dauer des Aufenthalts muss die Eintrittsgebühr für den Torres del Paine National Park am Parkeingang bar bezahlt werden. Alternativ kannst du dir das Ticket vorher über ASPTicket besorgen. Die Website bietet Englisch und Spanisch an. Allerdings haben wir mit dieser Plattform keine Erfahrung und können auch nicht sagen, ob der Preis der selbe ist.

Eine weitere Möglichkeit, den Eintritt in den Torres del Paine National Park zu bezahlen, ist am Busbahnhof in Puerto Natales.

Bezahlst du den Eintritt am Eingang zum Torres del Paine National Park, erhältst du eine grobe Übersichtskarte, auf der die verschiedenen Unterkünfte und Wanderwege eingezeichnet sind. Vor Ort gibt es in einigen Unterkünften gute Wanderkarten zu kaufen.

Die schnellen Wetterwechsel führen auch zu dramatischen Sonnenuntergängen mit dunklen Wolken oberhalb der Torres und gelb-orangem Himmel.
Nach einem solchen Sonnenuntergang stehen die Chancen auf einen schönen Morgen nicht schlecht.

Hochsaison ist vom 1. Oktober bis zum 30. April. In der Ferienzeit von Mitte Dezember bis Ende Februar kann es sehr voll im Park sein. Übernachtungen und auch die Eintrittstickets solltest du dir in der Hauptreisezeit vorher besorgen.

In unserem Beitrag «Grandioses Naturschauspiel – der Torres del Paine Nationalpark» erfährst du, was wir dort erlebt haben.

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